• 09.02.2013
      13:00 Uhr
      Wunder Mensch (2/2) Vom Jugendlichen zum Erwachsenen | arte
       

      Die Zeit der Pubertät ist für viele Jugendliche geprägt von emotionalen Höhen und Tiefen, von Ruhelosigkeit und Unsicherheiten. Die Veränderung des Hormonhaushaltes bewirkt körperliche wie seelische Verwandlungen. So geht der zweite Teil der Dokumentation gleich einem Blick durchs Schlüsselloch auf Entdeckungsreise...

      Samstag, 09.02.13
      13:00 - 13:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      HD-TV Stereo

      Die Zeit der Pubertät ist für viele Jugendliche geprägt von emotionalen Höhen und Tiefen, von Ruhelosigkeit und Unsicherheiten. Die Veränderung des Hormonhaushaltes bewirkt körperliche wie seelische Verwandlungen. So geht der zweite Teil der Dokumentation gleich einem Blick durchs Schlüsselloch auf Entdeckungsreise...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Thierry Berrod

      Die Pubertät ist eine turbulente Lebensphase mit vielen neuen Erfahrungen. Der erste Kuss und die hohe Kunst des Küssens bereitet den Jugendlichen, deren Körper sich im Wirbel der Hormone atemberaubend schnell verändern, dabei manches Kopfzerbrechen. In der Zeit der Pubertät erhöht sich die Produktion der Sexualhormone um das 10- bis 20-fache. Die Stimme, die als sekundäres Geschlechtsmerkmal im Verführungsprozess eine wichtige Rolle spielt, verändert sich.

      Auch die innere Uhr beugt sich den Launen des Hormons Melatonin, und Frühaufsteher mutieren zu Nachteulen. Schlafmangel wirkt sich negativ auf Stimmung, Konzentrationsfähigkeit und Stressresistenz aus. Das wiederum kann zu Angstzuständen, Wutanfällen und Depressionen führen. Seit kurzem weiß man, dass Stress für Jugendliche wesentlich belastender ist als für Erwachsene. Dies liegt an dem Hormon THP, das bei Erwachsenen alle 20 bis 45 Minuten ausgeschüttet wird und beruhigend wirkt, in der Pubertät jedoch den gegenteiligen Effekt hat.

      Auch das Gehirn entwickelt sich während der Pubertät weiter. Bereits ab dem sechsten Lebensjahr hat es die Größe eines erwachsenen Gehirns, doch erst in der Pubertät werden die letzten entscheidenden Verbindungen geknüpft. Die noch unvollständige Ausbildung des Stirnlappens erklärt die für Teenager typische erhöhte Risikofreudigkeit und den Hang zu Exzessen. Und bald kommt auch eine weitere Erfahrung hinzu: die Liebe. Verliebtheit wirkt wie eine Droge. Ein Kuss aktiviert im Gehirn die gleichen Bereiche wie Kokain, und die erotische Liebe blockiert dieselben Hirnareale wie die Mutterliebe. Das erklärt wohl die mangelnde Objektivität der Mutter bei der Beurteilung ihres Kindes ebenso wie den verklärten Blick des Verliebten auf die angebetete Person.

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      Samstag, 09.02.13
      13:00 - 13:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      HD-TV Stereo

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