• 10.02.2013
      02:00 Uhr
      Occi gegen die Welt Spielfilm Irland / Deutschland 2009 (Swansong: Story of Occi Byrne) | arte
       

      Der unehelich geborene Austin Byrne, den alle nur Occi nennen, wächst in den 70er Jahren bei seiner alleinstehenden Mutter in der konservativen irischen Provinz auf. Von der Gesellschaft als "Bastard" abgestempelt, ist er von früher Kindheit an Quälereien, Schikanen und einer omnipräsenten Ablehnung ausgesetzt. Auf der Suche nach seiner Herkunft und seinem Platz in der Welt, muss er stets um Akzeptanz ringen und wird immer wieder aufs Härteste auf die Probe gestellt. Doch Occi verfügt über einen unerschütterlichen Lebensmut und den eisernen Willen, immer wieder aufzustehen.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      02:00 - 03:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      HD-TV Stereo

      Der unehelich geborene Austin Byrne, den alle nur Occi nennen, wächst in den 70er Jahren bei seiner alleinstehenden Mutter in der konservativen irischen Provinz auf. Von der Gesellschaft als "Bastard" abgestempelt, ist er von früher Kindheit an Quälereien, Schikanen und einer omnipräsenten Ablehnung ausgesetzt. Auf der Suche nach seiner Herkunft und seinem Platz in der Welt, muss er stets um Akzeptanz ringen und wird immer wieder aufs Härteste auf die Probe gestellt. Doch Occi verfügt über einen unerschütterlichen Lebensmut und den eisernen Willen, immer wieder aufzustehen.

       

      Eine irische Kleinstadt in den 70er Jahren: Die junge alleinstehende Bridget Byrne kehrt mit ihrem unehelichen Sohn Austin, den sie gegen den Willen ihrer Eltern und die erzkatholischen irischen Moralvorstellungen zur Welt gebracht hat, in ihre Heimatstadt zurück. Von ihren Eltern verstoßen und vom Rest der Stadt geächtet, leben Mutter und Sohn in ärmlichen Verhältnissen. Austin, der den Spitznamen Occi trägt, wächst von sämtlichen Grausamkeiten geplagt und gepeinigt auf. Hänseleien, Schikanen und der allgegenwärtige Hass, der ihm und seiner Mutter entgegenschlägt, sind für den Jungen an der Tagesordnung. Die Quälereien seiner Umwelt hinterlassen Spuren von geistiger Verwirrung, Wut und Leid.

      Ein sadistisches Spiel seiner Mitschüler wird zum traumatischen Ereignis für Occi, das ihn bis ins Erwachsenenalter verfolgt: Nachdem die Hickey-Brüder ihn in einem rostigen Ölfass die Dünen hinunterrollen ließen, ist für ihn nichts mehr wie vorher. Fortan leidet der Junge an Wahrnehmungsstörungen und unkontrollierten Gewaltausbrüchen, die ihn auf eine Odyssee durch sämtliche Psychiatrien und Anstalten führen.

      Vollgepumpt mit Medikamenten, schwankt Occi zwischen Abhängigkeit und Besserung, bis ihm sein aufkeimendes Interesse für die an Depressionen leidende Mary neuen Lebensmut einhaucht. Nach seiner Entlassung in Folge der Schließung der Heilanstalt macht Occi sich auf die Suche nach seinem Vater und seiner Identität, wobei er eine fürchterliche Wahrheit aufdeckt. Doch mit der Unterstützung von Mary bietet sich ihm endlich die Chance, ein normales Leben zu führen.

      Der irische Autor und Regisseur Conor McDermottroe schrieb sein erfolgreiches Theaterstück "Swansong" kurzerhand zu einem Drehbuch um. Die filmische Erzählweise vermittelt eine intensive Nähe zu den Protagonisten und ist durch einen starken visuellen Ausdruck geprägt. Die Heldenreise, die aus Dantes Feder stammen könnte, führt Occi auf eine Tour de Force durch die Institutionen und auf die Suche nach Geborgenheit und Menschlichkeit. Ein ambitionierter Film, der sich gegen Heuchelei und Ausgrenzung wendet.

      McDermottroe beherrscht dabei das Spiel zwischen Schwermut und Leichtigkeit perfekt und erfasst so die elementaren Grundzüge des Lebens und der menschlichen Gesellschaft. "Occi gegen die Welt" ist ein optimistischer Film mit einem hochkarätigen Ensemble junger und etablierter internationaler, britischer und irischer Schauspieler.
      Beim irischen Film- und Fernsehpreis IFTA, war "Occi gegen die Welt" in sechs Kategorien ("Bester Film", "Bestes Drehbuch", "Bester Hauptdarsteller", "Beste weibliche Nebenrolle", "Bestes Kostümdesign", "Bestes Make-up") nominiert.

      Im Juli 2009 gewann der Film den Runner-up Award für den besten irischen Film auf dem Galway Film Fleadh und war auf den Filmfestivals in Los Angeles, München, Montreal und zuletzt auf dem Festival Camerimage in Bydgoszcz, Polen zu sehen.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      02:00 - 03:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
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