• 08.02.2013
      10:25 Uhr
      X:enius Gorillaschutz mit der Kettensäge | arte
       

      Die riesigen Regenwälder der Republik Kongo sind die Heimat der seltenen Flachlandgorillas. Allerdings leben die meisten dort nicht in Nationalparks, sondern in Wäldern, in denen auch wertvolles Tropenholz geschlagen wird, das eine bedeutende Einnahmequelle im Kongo ist. Denn die Holzfirmen sind in vielen Gegenden die einzigen großen Arbeitgeber.

      Freitag, 08.02.13
      10:25 - 10:55 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Die riesigen Regenwälder der Republik Kongo sind die Heimat der seltenen Flachlandgorillas. Allerdings leben die meisten dort nicht in Nationalparks, sondern in Wäldern, in denen auch wertvolles Tropenholz geschlagen wird, das eine bedeutende Einnahmequelle im Kongo ist. Denn die Holzfirmen sind in vielen Gegenden die einzigen großen Arbeitgeber.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Carolin Matzko, Gunnar Mergner

      Interessant ist da das Modell des deutsch-schweizerischen Holzunternehmens Danzer mitten im Tropischen Regenwald: Hier lebt rund ein Drittel aller Gorillas Zentralafrikas - mehr als 36.000 Tiere. Das Geheimnis dieses Erfolgs: Das Unternehmen betreibt eine nachhaltige Forstwirtschaft, also eine selektive und kontrollierte Holzernte. Nur ein Baum auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern wird gefällt. Und Untersuchungen belegen inzwischen das Unglaubliche: Die Zahl der Gorillas kann in nachhaltig genutzten Regenwäldern tatsächlich stabil bleiben.

      Die "X:enius"-Moderatoren Caro Matzko und Gunnar Mergner wollen im Frankfurter Zoo ganz genau wissen, ob dieser Ansatz sinnvoll ist und ob die Flachlandgorillas überhaupt geschützt werden müssen. Hier lebt eine prächtige Gruppe von ihnen, und von hier aus wird auch das weltweite Zuchtprogramm für diese großen Menschenaffen koordiniert. Die "X:enius"-Moderatoren treffen auf das schüchterne Gorillamännchen Viatu und lernen vom Zoodirektor, dass die Flachlandgorillas zu Recht auf der Roten Liste stehen. Der Gesamtbestand der Tiere geht weltweit tatsächlich weiterhin dramatisch zurück. Umso wichtiger ist es, neue Ansätze wie den der Firma Danzer auszuprobieren, um sowohl das Überleben der Gorillas als auch die Bedürfnisse der Menschen im Kongo zu sichern.

      Die Arbeit des deutsch-schweizer Unternehmens wurde inzwischen mit dem Siegel des Weltforstrats, kurz FSC, ausgezeichnet. Die Firma kann nun ihre Produkte mit diesem FSC-Siegel als regenwaldschonend vermarkten. Doch kann der Kunde diesem Siegel vertrauen? Zu den Regeln des FSC gehört, dass sich jedes Stück Holz bis zu seinem Ursprung in den Regenwald zurückverfolgen lassen muss. Caro Matzko und Gunnar Mergner machen die Probe aufs Exempel.

      Die Sendung "X:enius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "X:enius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.

      Zwei Moderatorenteams führen abwechselnd durch die Sendung:
      Dörthe Eickelberg arbeitet als Regisseurin, steht als Kabarettistin auf Berliner Bühnen und wurde bekannt als freche Moderatorin auf dem Internetportal WatchBerlin. Der Franzose Pierre Girard arbeitet seit 2006 als Journalist und Nachrichtenkorrespondent in Berlin.

      Carolin Matzko und Gunnar Mergner präsentierten von 2008 bis 2009 in Doppelmoderation das Jugendmagazin "freiraum" auf BR-alpha. Caro Matzko moderiert zudem jeden Freitag das Radio-Szenemagazin "Zündfunk" auf Bayern2. Gunnar Mergner arbeitet als Autor für das BFS-Kinoformat "Kino Kino".

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