• 08.02.2013
      09:00 Uhr
      Potosí - Der stumpfe Glanz des Silbers Dokumentation Niederlande 2006 | arte
       

      Aufgrund großer Silbervorkommen wurde die bolivianische Stadt Potosí im 17. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte der Welt und mit mehr als 100.000 Einwohnern zu einer der damals größten. Noch heute wird hier Edelmetall abgebaut - unter oft unerträglichen Bedingungen. Doch die Erträge sinken, und die Bewohner müssen sich nach alternativen Einkommensmöglichkeiten umsehen. Die Dokumentation zeigt gesellschaftliche und ökonomische Hintergründe des Silberabbaus, wirft einen Blick auf die unerbittliche Welt der bolivianischen Silberschürfer und das Ausklingen ihrer Kultur.

      Freitag, 08.02.13
      09:00 - 10:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Aufgrund großer Silbervorkommen wurde die bolivianische Stadt Potosí im 17. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte der Welt und mit mehr als 100.000 Einwohnern zu einer der damals größten. Noch heute wird hier Edelmetall abgebaut - unter oft unerträglichen Bedingungen. Doch die Erträge sinken, und die Bewohner müssen sich nach alternativen Einkommensmöglichkeiten umsehen. Die Dokumentation zeigt gesellschaftliche und ökonomische Hintergründe des Silberabbaus, wirft einen Blick auf die unerbittliche Welt der bolivianischen Silberschürfer und das Ausklingen ihrer Kultur.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ton Van Zantvoort

      Im 17. Jahrhundert war die bolivianische Stadt Potosí eine der wohlhabendsten Städte der Welt. Ihren Reichtum verdankte sie dem Cerro Rico, dem reichen Berg, mit seinen unterirdischen Silber- und Zinnvorkommen. Jahrhundertelang schürften die Dorfbewohner Silber- und Zinnerz aus dem Berg, mit einfachsten Mitteln. Noch heute ist die Ausrüstung der Mineros, der Minenarbeiter, nur äußerst dürftig und beschränkt sich auf Hammer und Meißel, Grubenlampe und Dynamitstangen.

      Die Reichtümer des Cerro Rico neigen sich jedoch dem Ende zu, und die lokale Bevölkerung muss neue Einkommensquellen erschließen. Seit kurzem hat der Tourismus Potosí und seine Silberminen entdeckt, und die Wirkung des Bergbautourismus auf die Stadt und ihre Bewohner ist bereits spürbar. So führt der 23-jährige Pedro neben seinem Studium Touristen durch die Mine, in der sein Vater arbeitet.

      Pedro will kein Minenarbeiter werden wie sein Vater und sein Großvater. Er will die Welt bereisen und ein weniger hartes Leben führen als sein Vater, der - wie viele seiner Kollegen auch - die Arbeit unter Tage nur erträgt, indem er ununterbrochen Kokablätter kaut und häufig zu hochprozentigem Alkohol greift.

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