• 12.08.2012
      12:30 Uhr
      Kunst und Mythos Totempfahl des Froschclans | arte
       

      Der surrealistische Maler Kurt Seligmann brachte 1938 von einer viermonatigen Reise an die Nordwestküste Kanadas einen geschnitzten Totempfahl mit. Später wurde er als Seligmann-Pfahl beziehungsweise Kaiget-Pfahl bekannt. Seligmann hatte ihn nach langen Verhandlungen von den dort lebenden Indianern erworben - genauer gesagt vom Wet'suwet'en-Stamm in dem in Britisch-Kolumbien gelegenen Dorf Hagwilget. Der Pfahl wurde ab 1939 im Säulengang des Pariser Musée de l'Homme ausgestellt und zählt heute zu den Vorzeigestücken des Musée du Quai Branly. Außergewöhnlich an ihm sind sowohl seine Größe von 15 Metern Höhe als auch seine Geschichte.

      Sonntag, 12.08.12
      12:30 - 13:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Der surrealistische Maler Kurt Seligmann brachte 1938 von einer viermonatigen Reise an die Nordwestküste Kanadas einen geschnitzten Totempfahl mit. Später wurde er als Seligmann-Pfahl beziehungsweise Kaiget-Pfahl bekannt. Seligmann hatte ihn nach langen Verhandlungen von den dort lebenden Indianern erworben - genauer gesagt vom Wet'suwet'en-Stamm in dem in Britisch-Kolumbien gelegenen Dorf Hagwilget. Der Pfahl wurde ab 1939 im Säulengang des Pariser Musée de l'Homme ausgestellt und zählt heute zu den Vorzeigestücken des Musée du Quai Branly. Außergewöhnlich an ihm sind sowohl seine Größe von 15 Metern Höhe als auch seine Geschichte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Simon Backès

      Dieses Objekt steht für Macht, für Hierarchie, für das Territorium. Der Wappen-Pfahl erzählt von der Abstammung der Indianer, die ihre Identität stark im Nordwesten Kanadas verankert sahen.

      Die Reihe "Kunst und Mythos" ist Gegenständen sogenannter "primitiver" Völker gewidmet, die zunächst als Kuriositäten abgetan, später auf ihren ethnographischen Dokumentationswert reduziert wurden und heute als vollwertige Kunstwerke gelten. Sie präsentiert jeweils ein herausragendes Werk und geht auf den damit verbundenen Mythos, seine Verwendung, die Geschichte sowie heutige Interpretationen hier und im Ursprungsland ein.
      Jede Folge stellt jeweils ein Objekt in den Mittelpunkt, dessen Geheimnis entschlüsselt wird. Durch die Darstellung seiner Geschichte und Herkunft tritt das Objekt aus seinem rein musealen Zusammenhang heraus und eröffnet ein anderes Weltverständnis. Wie sehen westliche Künstler den Gegenstand? Was lehrt er über die Menschen, die ihn schufen, und ihre Beziehung zur Welt? Ist er mit verwandten Gegenständen vergleichbar? Durch wie viele Hände ist er gegangen? Am Ende der Reise erscheint das Objekt in völlig neuem Licht.

      Wird geladen...
      Sonntag, 12.08.12
      12:30 - 13:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.11.2020