• 01.07.2012
      16:40 Uhr
      Helden der Aufklärung (1/2) Die Macht des Wissens | arte
       

      Vor beinahe 250 Jahren erschütterte die Aufklärung ganz Europa. Der Aufruf zu individuellem Denken läutete das Ende der absoluten Monarchie und des Primats der Religion ein. Die neue geistige Bewegung legte den Grundstein für die Befreiung der Menschen vom Geist der Bevormundung und der Diktatur und schuf die geistige Basis für unsere heutigen demokratischen Gesellschaften. Die zweiteilige Dokumentation porträtiert wichtige Denker dieser Epoche.
      Der erste Teil der Dokumentation stellt die Denker und Wissenschaftler Isaac Newton, Denis Diderot, den Marques de Pombal und Erasmus Darwin vor.

      Sonntag, 01.07.12
      16:40 - 17:35 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 16:45
      Stereo HD-TV

      Vor beinahe 250 Jahren erschütterte die Aufklärung ganz Europa. Der Aufruf zu individuellem Denken läutete das Ende der absoluten Monarchie und des Primats der Religion ein. Die neue geistige Bewegung legte den Grundstein für die Befreiung der Menschen vom Geist der Bevormundung und der Diktatur und schuf die geistige Basis für unsere heutigen demokratischen Gesellschaften. Die zweiteilige Dokumentation porträtiert wichtige Denker dieser Epoche.
      Der erste Teil der Dokumentation stellt die Denker und Wissenschaftler Isaac Newton, Denis Diderot, den Marques de Pombal und Erasmus Darwin vor.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sheila Hayman

      Die geistige Strömung der Aufklärung erfasste im 18. Jahrhunderts ganz Europa. Nicht nur Philosophen wie der in Königsberg lehrende Immanuel Kant propagierten die Freiheit des Denkens, auch Naturwissenschaftler setzten sich gegen die Reglementierung durch Staat und Religion zur Wehr.

      So forderte der Brite Isaac Newton den Zugang zu Wissen für jedermann und schuf die Grundlage für die moderne Wissenschaft. Der Franzose Denis Diderot focht das Wissensmonopol der Kirche an. Der Marques de Pombal organisierte nicht nur den Wiederaufbau Lissabons nach dem großen Erdbeben von 1755, sondern legte den Grundstein für den modernen portugiesischen Staat. Und die Entdeckungen des englischen Naturwissenschaftlers Erasmus Darwin - Großvater des Evolutionstheoretikers Charles Darwin - stellten einen unmittelbaren Angriff auf den Wahrheitsanspruch der Kirche dar.

      "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" - in dieser Umsetzung des lateinischen Ausspruchs "Sapere aude!" ("Wage zu wissen!") durch Immanuel Kant im Jahr 1784 komprimiert sich die Grundessenz der Aufklärung. Ohne jene Epoche der intellektuellen Befreiung des Individuums wären weder das moderne Europa noch die USA in ihrer heutigen Form denkbar. Bis zur geistigen Wende der Aufklärung war das Individuum kaum zum eigenständigen Denken ermutigt worden. Erfolg und Herrschaftslegitimation der Machthaber Kirche und Staat fußten stets auf Gehorsam und unkritischer Hinnahme der herrschenden Verhältnisse. Wer dennoch widersprach, riskierte Verbannung, Exkommunikation und im schlimmsten Fall sogar sein Leben.

      Mit dem Zeitalter der Aufklärung begann der lange historische Weg der Gesellschaften Europas und Amerikas aus den Fesseln des Mittelalters, der autoritären Herrschaft und des Primats der Religion. Dieser Weg führte letztlich zu den demokratischen und säkularen Staatsformen, in denen heute zumindest die Menschen in den westlichen Demokratien leben.

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      Sonntag, 01.07.12
      16:40 - 17:35 Uhr (55 Min.)
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