• 25.06.2012
      06:00 Uhr
      30. Klavierfestival La Roque d'Anthéron Beethoven: Romanze Nr. 2 op. 50 | arte
       

      Im Jahr 2010 feierte das von René Martin ins Leben gerufene Klavierfestival von La Roque d'Anthéron sein 30. Jubiläum. Zur Eröffnung spielte das English Chamber Orchestra Beethoven mit Stéphanie Gonley als Solistin. Außerdem dabei: Pianist Nelson Freire mit einer Interpretation von Gluck.

      Montag, 25.06.12
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Im Jahr 2010 feierte das von René Martin ins Leben gerufene Klavierfestival von La Roque d'Anthéron sein 30. Jubiläum. Zur Eröffnung spielte das English Chamber Orchestra Beethoven mit Stéphanie Gonley als Solistin. Außerdem dabei: Pianist Nelson Freire mit einer Interpretation von Gluck.

       

      Stab und Besetzung

      Klavier Nelson Freire
      Violine Stéphanie Gonley
      Regie Sébastien Glas
      Dirigent Jacek Kaspszyk

      Diese 2010 beim 30. Klavierfestival in La Roque d'Anthéron aufgezeichnete Sendung beginnt mit der Violinromanze F-Dur op. 50 von Beethoven, interpretiert vom English Chamber Orchestra unter der Leitung von Stéphany Gonley, die zugleich die erste Geige spielt.

      Dann interpretiert der brasilianische Pianist Nelson Freire "La Mort d'Orphée" von Gluck, ebenfalls mit dem English Chamber Orchestra, unter der Leitung von Jacek Kaspszyk. Den Abschluss bildet die erste Symphonie von Beethoven, ebenfalls unter Leitung von Kaspszyk.

      Das Festival de la Roque d'Anthéron wurde 1981 von René Martin und Paul Onoratini ins Leben gerufen und feiert in diesem Jahr seine 30. Auflage. Die Konzerte finden im Park des Château de Florans statt. Das Schloss hatte Paul Onoratini 1948 angemietet und 1957 gekauft. Aus dem Schloss wurde eine Klinik, aus dem Park die Konzertkulisse. 1971 initiierte Onoratini, der inzwischen Bürgermeister der Gemeinde von La Roque geworden war, gemeinsam mit seinem Sohn Bernard den Konzertzyklus "La Musique à Silvacane". René Martin suchte einige Jahre später einen geeigneten Ort für ein Klavierfestival in der Umgebung von Aix-en-Provence und traf auf Onoratini. Er war begeistert vom Parc de Florans und Onoratini von Martins Projekt und so feierte das mittlerweile legendäre Festival im Jahre 1981 seine Erstauflage. Im Herzen des von 360 Platanen umrandeten Parks wurden auf einer Lichtung die Bauten für das Festival errichtet, deren Ausstattung Jahr für Jahr verbessert wurde. Nachdem Paul Onoratini im Januar 2010 verstorben war, übernahmen seine Söhne Jean-Pierre und Michel gemeinsam den Vorsitz des Festivals.
      Nach erfolgreich absolviertem Musik- und Betriebswirtschaftsstudium gründete René Martin in Nantes das Centre de Réalisations et d'Études artistiques, dem er seit 1979 als künstlerischer Leiter vorsteht.

      1981 initiierte er das Festival International de Piano von Roque d'Anthéron, das als größtes Klavierfestival der Welt gilt und von erstklassigen Pianisten wie Radu Lupu, Martha Argerich, Michael Pletnev, Evgeny Kissin, Nelson Freire besucht wurde und besucht wird.

      1988 überantwortete ihm Swjatoslaw Richter sein Festival de Grange de Meslay. Sie wurden gute Freunde und René Martin organisierte über 100 Konzerte mit Richter.

      Gewillt, klassische Musik einer breiten Masse zugänglich zu machen, rief René Martin 1995 die Folle Journée ins Leben, ein innovatives Konzept, das er erfolgreich nach Polen, Spanien, Japan und Brasilien exportierte.

      René Martin ist musikalischer Berater von Richard Peduzzi, dem Generaldirektor der Villa Medici in Rom sowie künstlerischer Leiter des königlichen Klosters von Fontevraud. Auch das Theater in Nîmes berät er in musikalischen Fragen. 2005 wurde er vom französischen Kultusminister mit einer Verdienstmedaille ausgezeichnet und Portugal hat ihm mit dem Orden des Infanten Henrique die höchste Auszeichnung verliehen, die Nichtportugiesen zuteil werden kann. René Martin ist Jahr für Jahr mit der künstlerischen Leitung von 1.500 Konzerten betraut.

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