• 09.08.2018
      01:25 Uhr
      Klagt mich an! Spielfilm Frankreich 1950 (Meurtres?) | arte
       

      Um seiner krebskranken Frau den Schmerz zu ersparen, leistet Noël ihr Sterbehilfe. Daraufhin wollen seine egozentrischen Brüder ihn in die Psychiatrie einweisen lassen - aus Angst, ihren guten Ruf zu verlieren. Allein seine Nichte setzt sich für Noël ein und fordert Gerechtigkeit.

      Der französische Regisseur Richard Pottier behandelt in „Klagt mich an!“ die heikle, viel diskutierte Frage der Sterbehilfe, die er gleichzeitig nutzt, um die Heucheleien der bourgeoisen Gesellschaft aufzudecken.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 09.08.18
      01:25 - 03:15 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      VPS 01:05
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Um seiner krebskranken Frau den Schmerz zu ersparen, leistet Noël ihr Sterbehilfe. Daraufhin wollen seine egozentrischen Brüder ihn in die Psychiatrie einweisen lassen - aus Angst, ihren guten Ruf zu verlieren. Allein seine Nichte setzt sich für Noël ein und fordert Gerechtigkeit.

      Der französische Regisseur Richard Pottier behandelt in „Klagt mich an!“ die heikle, viel diskutierte Frage der Sterbehilfe, die er gleichzeitig nutzt, um die Heucheleien der bourgeoisen Gesellschaft aufzudecken.

       

      Seit es die Brüder Blaise und Hervé Annequin in Aix-en-Provence zu Wohlstand gebracht haben, treten sie ihrem bescheiden lebenden Bruder Noël, dem schwarzen Schaf der Familie, mit Verachtung gegenüber. Nicht einmal das Schicksal von Noëls krebskranker Frau Isabelle interessiert die beiden. Als Isabelle ihren Mann eines Tages bittet, ihrem Leiden ein Ende zu machen, folgt Noël diesem Wunsch und leistet seiner Frau Sterbehilfe.

      Seine Brüder, die einen Skandal fürchten, wollen die Angelegenheit mit einem hässlichen Vorwand vertuschen: Sie beschließen, Noël für verrückt erklären zu lassen, und leiten seine Zwangseinweisung in die Psychiatrie ein. Als Noël sich schon mit seinem Schicksal abgefunden hat, schreitet seine Nichte Martine ein und verlangt einen Kompromiss.

      Man einigt sich darauf, dass Noël Frankreich verlässt und nach Südamerika auswandert. Martine beschließt, ihrem Onkel ins Exil zu folgen, was ihr selbst einen Vorteil bringt: Indem sie mit ihrer Familie bricht, kann die junge Frau einer arrangierten Hochzeit mit ihrem Cousin entgehen.

      Die Figuren in dieser Familiensaga wirken beinahe karikiert. Fernandel ist hier als das schwarze Schaf der Familie in einer ernsten Rolle zu sehen und formt ein außergewöhnliches Tandem mit der 22-jährigen Jeanne Moreau, die seine Nichte Martine spielt. Orson Welles nannte sie einst „die beste Schauspielerin der Welt“.

      Seit es die Brüder Blaise und Hervé Annequin in Aix-en-Provence zu Wohlstand gebracht haben, treten sie ihrem bescheiden lebenden Bruder Noël, dem schwarzen Schaf der Familie, mit Verachtung gegenüber. Nicht einmal das Schicksal von Noëls krebskranker Frau Isabelle interessiert die beiden. Als Isabelle ihren Mann eines Tages bittet, ihrem Leiden ein Ende zu machen, folgt Noël diesem Wunsch und leistet seiner Frau Sterbehilfe.

      Seine Brüder, die einen Skandal fürchten, wollen die Angelegenheit mit einem hässlichen Vorwand vertuschen: Sie beschließen, Noël für verrückt erklären zu lassen, und leiten seine Zwangseinweisung in die Psychiatrie ein. Als Noël sich schon mit seinem Schicksal abgefunden hat, schreitet seine Nichte Martine ein und verlangt einen Kompromiss.

      Man einigt sich darauf, dass Noël Frankreich verlässt und nach Südamerika auswandert. Martine beschließt, ihrem Onkel ins Exil zu folgen, was ihr selbst einen Vorteil bringt: Indem sie mit ihrer Familie bricht, kann die junge Frau einer arrangierten Hochzeit mit ihrem Cousin entgehen.

      Die Figuren in dieser Familiensaga wirken beinahe karikiert. Fernandel ist hier als das schwarze Schaf der Familie in einer ernsten Rolle zu sehen und formt ein außergewöhnliches Tandem mit der 22-jährigen Jeanne Moreau, die seine Nichte Martine spielt. Orson Welles nannte sie einst „die beste Schauspielerin der Welt“.

      „Klagt mich an!“ basiert auf einem Roman des belgischen Schriftstellers und Anwalts Charles Plisnier, der 1939 mit seinem Werk sehr erfolgreich war. Jeanne Moreau, die zuvor Theatererfolge an der Comédie-Française feierte, ist in diesem ihrem zweiten Spielfilm erstmals in einer Hauptrolle zu sehen. Später erlangte sie mit Regisseuren wie François Truffaut, Louis Malle und Luis Buñuel weltweiten Erfolg und wurde vielfach für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In „Klagt mich an!“ spielt sie ein nonkonformistisches Mädchen, das auf einen Schlag ein perfides Familienkomplott scheitern lässt.

      „Klagt mich an!“ basiert auf einem Roman des belgischen Schriftstellers und Anwalts Charles Plisnier, der 1939 mit seinem Werk sehr erfolgreich war. Jeanne Moreau, die zuvor Theatererfolge an der Comédie-Française feierte, ist in diesem ihrem zweiten Spielfilm erstmals in einer Hauptrolle zu sehen. Später erlangte sie mit Regisseuren wie François Truffaut, Louis Malle und Luis Buñuel weltweiten Erfolg und wurde vielfach für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In „Klagt mich an!“ spielt sie ein nonkonformistisches Mädchen, das auf einen Schlag ein perfides Familienkomplott scheitern lässt.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 09.08.18
      01:25 - 03:15 Uhr (110 Min.)
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