• 06.08.2018
      06:15 Uhr
      ARTE Reportage Türkei: Niere zu verkaufen / China: Vom Stamm der Ratten | arte
       

      Themen:

      • Türkei: Eine Niere verkaufen - letzter Ausweg für viele der drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei.
      • China: Über eine Million Chinesen leben in Pekings Untergrund, man nennt sie auch „vom Stamm der Ratten“.

      Montag, 06.08.18
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen:

      • Türkei: Eine Niere verkaufen - letzter Ausweg für viele der drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei.
      • China: Über eine Million Chinesen leben in Pekings Untergrund, man nennt sie auch „vom Stamm der Ratten“.

       
      • Türkei: Niere zu verkaufen

      Eine Niere verkaufen - letzter Ausweg für viele der drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei.
      Nach über sechs Jahren des Bürgerkriegs in Syrien verschlimmert sich die Lage der drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei - ihre Ersparnisse gehen zur Neige, sie finden keine gut bezahlten Jobs und die anfängliche Sympathie der Türken mit ihren Gästen lässt nach, schon aufgrund der schwächelnden Wirtschaft im Land. Da erscheint vielen Verzweifelten der Verkauf eines Organs wie ein letzter Rettungsversuch. Im Internet findet man viele Anzeigen von Verzweifelten, die eine ihrer Nieren zum Verkauf anbieten. In den letzten 20 Jahren ist der Organhandel zu einem weltumspannenden illegalen Business mit jährlich Hunderten Millionen Dollar Profit geworden - ein Geschäft skrupelloser Vermittler mit der Not: Der Not der Armen, die ihre Organe spenden, und der Patienten, die sich ihr Überleben erkaufen wollen.

      • China: Vom Stamm der Ratten

      Über eine Million Chinesen leben in Pekings Untergrund, man nennt sie auch „vom Stamm der Ratten“.
      Die Gehälter in der chinesischen Hauptstadt sind niedrig, aber die Mieten für Wohnungen und Häuser sehr hoch - in den letzten Jahren sind sie mit dem ungehemmten Wachstum des Landes geradezu explodiert. Viele können sich diese Mieten nicht mehr leisten, vor allem die Leute vom Land, die hier Arbeit suchen und eigentlich mit zu denen gehören, die dieses Wachstum fördern. Über eine Million von ihnen leben dort, wo keiner leben sollte: im Untergrund der Hauptstadt, in den Bunkern aus der Zeit des Kalten Krieges, erbaut in den 60er und 70er Jahren, der Zeit der Spannungen zwischen China und der damaligen Sowjetunion. Diese Bunker bilden eine geheime Stadt, verwaltet von Privatleuten, die hier Schlafplätze verschachern. Nach den Jahrzehnten des Laissez-faire würden die Behörden diese „Not-Unterkünfte“ gerne schließen, doch in Peking leben eben zu viele Menschen - mit drakonischen Maßnahmen wie Ausweisungen oder Schließungen der Bunker werden sie dieser Probleme nicht Herr. Zehn Tage verbrachten die „ARTE Reportage“-Reporter in Pekings Untergrund, an der Seite mit den Leuten „vom Stamm der Ratten“.

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      Montag, 06.08.18
      06:15 - 07:10 Uhr (55 Min.)
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