• 14.03.2012
      04:20 Uhr
      Künstler hautnah Morgane Tschiember | arte
       

      Ganz gleich, ob sie fotografiert, filmt, modelliert oder installiert, Morgane Tschiember lotet in ihrem Werk neue Grenzen der Bildhaftigkeit aus und findet dabei ebenso anziehende wie ausdrucksstarke Ansätze.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 14.03.12
      04:20 - 05:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Ganz gleich, ob sie fotografiert, filmt, modelliert oder installiert, Morgane Tschiember lotet in ihrem Werk neue Grenzen der Bildhaftigkeit aus und findet dabei ebenso anziehende wie ausdrucksstarke Ansätze.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Fred Fiol

      "Iron Maiden" nennt sich beispielsweise eine Skulpturenreihe, für die Morgane Tschiember große unbehandelte Metallbleche montierte und mit monochromen Farben lackierte. Schneiden, Rollen, Falten und Biegen sind die wesentlichen Verfahren, die die Künstlerin für diese Arbeit anwendete - die Metallblätter stehen wie riesige von der Wand herabgefallene Seiten eines Buches im Raum, sie integrieren sich in die baulichen Gegebenheiten der Galerie und spielen mit den Perspektiven, die der Betrachter einnimmt.

      "Die Farbflächen wurden wie mit einem Cutter ausgeschnitten", so Morgane Tschiember. "Das Metall hält der Biegung sein ganzes Gewicht und seine volle Kraft entgegen; die optische Sinnlichkeit ist das Ergebnis eines aufwendigen industriellen Herstellungsprozesses." Auch vor monumentalen Ausmaßen schreckt Morgane Tschiember nicht zurück: So schuf sie bei ihrem Projekt "Lieu unique" eine überdimensionierte Asphaltstraße, die sich quer durch den Raum schlängelt und sich sämtlichen Gesetzen der Schwerkraft zu widersetzen scheint.

      Malerisch steht Morgane Tschiember den amerikanischen Künstlern der 70er Jahre sehr nahe. In ihren großformatigen, abstrakten Fotografien dagegen deutet sie vieles nur an, was sie wieder zum Dialog mit der Malerei zurückführt. Für Morgane Tschiember ist in ihrer Kunst letztendlich alles möglich.

      Zu Wort kommen in der heutigen Sendung Colette Barbier, Leiterin des Ausstellungsraums Espace Paul Ricard, Hervé Loevenbruck, Geschäftsführer der Galerie Loevenbruck sowie Harry Bellet, Journalist der Tageszeitung "Le Monde".

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 14.03.12
      04:20 - 05:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

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