• 06.03.2012
      14:55 Uhr
      Die Frau vom Checkpoint Charlie (1/2) Fernsehfilm Deutschland 2007 | arte
       

      Sara Bender kämpft vom Westen aus verzweifelt um ihre Kinder, die in der DDR festgehalten werden. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Jutta Fleck (ehem. Gallus), die als "Frau vom Checkpoint Charlie" bekannt wurde.

      Dienstag, 06.03.12
      14:55 - 16:35 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Sara Bender kämpft vom Westen aus verzweifelt um ihre Kinder, die in der DDR festgehalten werden. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Jutta Fleck (ehem. Gallus), die als "Frau vom Checkpoint Charlie" bekannt wurde.

       

      Frühjahr 1982: Sara Bender, die mit ihren neun- und elfjährigen Töchtern Silvia und Sabine in Erfurt lebt, will ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt schwer bei Helmstedt auf der Autobahn.

      Die Trauung wird vorerst abgesagt. Als die besorgte Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiseerlaubnis - denn Sara Bender ist eine potenzielle Staatsfeindin. Sie sagt offen ihre Meinung zum System und eckt damit immer wieder an. Sara ist voller Trauer, als ihr Vater kurz darauf stirbt. Und in ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen.

      Sie überredet ihren Freund Peter schließlich, ebenfalls einen Ausreiseantrag zu stellen. Daraufhin haben Sara und ihre Töchter unter Repressalien zu leiden: Sie verliert ihre gute Position in ihrem Betrieb, den Kindern wird die schulische Entwicklung verbaut. Für Sara ein weiteres Zeichen, dass es für sie in der DDR keine Zukunft mehr gibt. Als ihr Ausreiseantrag abgelehnt wird, will sie das nicht akzeptieren. Sie denkt an einen illegalen Weg, nicht ahnend, was dies für ihre Zukunft bedeuten wird ...

      "Die Frau vom Checkpoint Charlie" ist ein bewegendes Drama, das den Zuschauer in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt. Der Regisseur Miguel Alexandre, geboren 1968 in Faro / Portugal, studierte Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Sein Kurzfilm "About War" erhielt eine Oscarnominierung für den besten ausländischen Studentenfilm. 1995 beendete er sein Studium mit dem Fernsehspiel "Nana". Seitdem arbeitet er als Regisseur, Produzent und Autor in Hamburg. 1996 wurde er für "Der Pakt - Wenn Kinder töten" mit dem Goldenen Löwen und dem Telestar als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Es folgten viele erfolgreiche Fernsehfilme wie "Schutzengel gesucht" (2001) und "Das Geheimnis des Lebens" (2002). Mit "Gran Paradiso" konnte man im Jahre 2000 seinen ersten Kinofilm auf der Leinwand betrachten. Seine jüngsten Produktionen sind der Dreiteiler "Die Patin - Kein Weg zurück" (2008), "Kinder des Sturms" (2009) und "Eine Frage des Vertrauens" (2009), der auf den Filmfestspielen in Hamburg zu sehen war. 2011 folgte dann der TV-Film "Der Mann mit dem Fagott" und die Serie "Schicksalsjahre".

      Veronica Ferres wurde am 10. Juni 1965 in Solingen geboren und studierte Theaterwissenschaften in Wien. Im Fernsehen, Theater sowie im Kino hat sie bereits mit einem breiten Rollenrepertoire ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewiesen. Zuerst sah man sie 1987 in Ulf Miehes "Der Unsichtbare". 1992 wirkte sie in Helmut Dietls erfolgreicher Satire "Schtonk!" und an der Seite von Robert Atzorn in der Fernsehserie "Unser Lehrer Doktor Specht" mit. Neben einigen Rollen im "Tatort" sah man sie 1996 in Sönke Wortmanns "Das Superweib" und ein Jahr später in Helmut Dietls "Rossini". Es folgte 1999 eine Hauptrolle in "Jacks Baby" (Regie: Jan Josef Liefers) und 2001 "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (Regie: Heinrich Breloer), in der sie die Nelly Kröger Mann spielte. 2005 sah man Veronica Ferres außerdem in "Kein Himmel über Afrika" (Regie: Roland Suso Richter). Schließlich wirkte sie in Dieter Wedels "Mein alter Freund Fritz" und Vivian Naefes "Die wilden Hühner und die Liebe" mit. Als Letztes konnte man ihren Auftritt in "Unter Bauern - Retter in der Nacht" (2009) verfolgen.

      Für ihre Rolle als Nelly Kröger Mann erhielt Veronica Ferres im Jahre 2002 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Außerdem im selben Jahr die Goldene Kamera für ihre schauspielerische Leistung in "Bobby" (2002, Regie: Vivian Naefe) und den Romy Gala Preis als beliebteste Schauspielerin. 2004 folgte nochmals der Bayerische Fernsehpreis für ihre Hauptrolle in "Annas Heimkehr" (2003, Regie: Xaver Schwarzenberger) und 2005 bekam sie den Bambi als beste Schauspielerin. 2008 wurde sie für ihre Rolle in dem Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" mit dem Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin gekürt. Ebenfalls erhielt sie für denselben Film den Jupiter-Preis für den besten TV-Film. 2009 sollte ihr der Erich-Kästner-Preis verliehen werden, den sie jedoch ablehnte.

      Es folgten im Jahr 2011 vier TV-Filme: "Lena Fauch - Vater unser", "Tsunami - Das Leben danach", "Marco W. - 247 Tage im türkischen Gefängnis" sowie "Mein eigen Fleisch und Blut" und bereits zu Beginn des Jahres 2012 war Veronica Ferres dann in die "Lange Welle hinterm Kiel" zu sehen.

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      14:55 - 16:35 Uhr (100 Min.)
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