• 24.02.2012
      21:40 Uhr
      Schwesterherz Fernsehfilm Deutschland 2006 | arte
       

      Der gemeinsame Kurzurlaub der erfolgreichen Musikproduzentin Anne und ihrer jüngeren Schwester Marie gerät zum Selbstfindungsprozess der Mittdreißigerin. Sie muss sich entscheiden, ob sie endlich erwachsen werden will.

      Freitag, 24.02.12
      21:40 - 23:20 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Der gemeinsame Kurzurlaub der erfolgreichen Musikproduzentin Anne und ihrer jüngeren Schwester Marie gerät zum Selbstfindungsprozess der Mittdreißigerin. Sie muss sich entscheiden, ob sie endlich erwachsen werden will.

       

      Anne (33), eine erfolgreiche Musikproduzentin, hat ihrer jüngeren Schwester Marie (18) in einem plötzlichen Anfall von Geschwisterliebe einen gemeinsamen Urlaub in Spanien geschenkt. Anne hat durch einen anstehenden Schwangerschaftsabbruch, den sie ihrem Freund Philip verheimlicht, sowie den üblichen Stress in der Plattenfirma eigentlich gerade andere Sorgen. Doch die Reise ist gebucht und die wenig vertrauten Schwestern heben ab in Richtung Sonne und Strand.

      Anne und Marie kommen sich allmählich näher und erkennen, dass sie zuvor ein falsches Bild voneinander hatten. Marie sieht in der bewunderten großen Schwester mehr und mehr eine unglückliche, verbitterte Frau, die sich nur hinter einer Fassade von Selbstsicherheit und Elan versteckt. Die beiden geraten unterschwellig aneinander, erst recht als Marie sich ernsthaft in Max verliebt, den Anne am ersten Abend betrunken abgeschleppt hatte.
      Gleichzeitig gerät Annes Beziehung zu Philip in eine Krise. Ihre permanenten Anrufe werden nicht beantwortet. Verzweifelt kämpft sie gegen den wachsenden Frust und macht alles und jeden dafür verantwortlich. Nur nicht nachdenken, sich selbst hinterfragen.

      Der Leere in ihr versucht sie durch verkrampfte Aktionen zu entkommen und macht sich dadurch überall unbeliebt. Mitleidig und genervt schauen Marie und ihre gleichaltrigen jungen Freunde dem Treiben zu. Schließlich kommt es zu einem offenen Streit zwischen den Schwestern. Marie läuft vor ein Auto und landet schwer verletzt im Krankenhaus. Erst jetzt begreift Anne langsam, was wirklich zählt.

      Nach "Almost Heaven" ist "Schwesterherz" die zweite gemeinsame Arbeit von Ed Herzog und Heike Makatsch, die zusammen mit der Journalistin Johanna Adorján auch das Drehbuch für dieses außergewöhnliche Frauenporträt schrieb.
      Heike Makatsch gab 1996 ihr schauspielerisches Debüt in Detlev Bucks "Männerpension", wofür sie mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde. Internationale Beachtung fand Makatsch 2002 mit "Resident Evil" von Paul W.S. Anderson. 2003 wurde sie für ihre Darstellung in Kaspar Heidelbachs "Das Wunder von Lengede" mit dem Bambi und ein Jahr später mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 2003 überzeugte Makatsch in der romantischen Komödie "Tatsächlich Liebe" von Richard Curtis, wo sie zusammen mit den britischen Schauspielern Colin Firth, Emma Thompson und Hugh Grant für weihnachtliche Stimmung sorgte. Ihre Darstellung der Margarete Steiff wurde 2006 mit dem Emmy, dem Bambi und dem Bayerischen Fernsehpreis gewürdigt. Außerdem ist Heike Makatsch in Hermine Huntgeburths Mark-Twain-Adaption "Tom Sawyer" auf deutschen Kinoleinwänden zu sehen.

      Als Tochter von Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann kam Anna Maria Mühe schon früh mit der Welt der Schauspielerei in Berührung. 2003 gelang ihr der Durchbruch mit dem Drama "Was nützt die Liebe in Gedanken" von Achim von Borries, wo sie an der Seite von August Diehl und Daniel Brühl überzeugte. Es folgten Auftritte in den Serien "Tatort" und "Polizeiruf 110". 2004 spielte sie die Hauptrolle in Jobst Christian Oetzmanns "Delphinsommer" und 2005 in dem fiktiven Dokudrama "Die letzte Schlacht" von Hans-Christoph Blumenberg. Für ihre darstellerische Leistung wurde Anna Maria Mühe mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2006 mit der Goldenen Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin, 2007 mit dem Undine-Award als beste jugendliche Darstellerin in einem Fernsehfilm und 2008 mit dem Nachwuchsdarstellerpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern für ihre Rolle in Christian Schwochows "Novemberkind". Zuletzt war Anna Maria Mühe in Schwochows preisgekröntem Film "Die Unsichtbare" zu sehen.

      Regisseur Ed Herzog ist auch als Krimispezialist bekannt. In Deutschland machte er sich mit zahlreichen Arbeiten für die Reihen "Tatort", "Polizeiruf 110" sowie "Der Elephant - Mord verjährt nie" einen Namen.

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