• 25.06.2018
      11:05 Uhr
      Abenteuer Archäologie (7/10) Der Totenkult der Chachapoya | arte
       

      Das geheimnisvolle Volk der Chachapoya - berüchtigt als blutrünstige Krieger - lebte hoch oben in den Anden. Daher sind sie auch als „Wolkenmenschen„ oder „Nebelkrieger“ bekannt. Peter Eeckhout entführt den Zuschauer in die Zeit der fälschlicherweise stigmatisierten Chachapoya.

      Montag, 25.06.18
      11:05 - 11:30 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Das geheimnisvolle Volk der Chachapoya - berüchtigt als blutrünstige Krieger - lebte hoch oben in den Anden. Daher sind sie auch als „Wolkenmenschen„ oder „Nebelkrieger“ bekannt. Peter Eeckhout entführt den Zuschauer in die Zeit der fälschlicherweise stigmatisierten Chachapoya.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Agnès Molia
      Hélène Maucourant

      Vom 8. bis zum 16. Jahrhundert lebte in den peruanischen Anden am Rande des Amazonasgebiets ein Volk, dessen Spuren die Archäologen lange Zeit in Staunen versetzte: die Chachapoya. Sie galten als blutrünstige Krieger und praktizierten einen seltsamen Totenkult. In Kuélap, der größten Stadt der Chachapoya, wurden sowohl in der Festungsmauer als auch im Boden und in Häuserfundamenten zahlreiche Gebeine entdeckt. Bei Ausgrabungen an einem Gebäude stellte man fest, dass es voller Menschenknochen war.
      Handelte es sich bei dieser Stadt nun um eine Festung, wie man lange geglaubt hatte, oder um einen Friedhof auf über 3.000 Meter Höhe? Das war nicht die einzige offene Frage. Auch andere Funde gaben den Archäologen Rätsel auf: Was hat es mit den über das Tal blickenden Sarkophagen mit Menschenköpfen auf sich? Woher kamen sie? Wessen Gebeine wurden darin aufbewahrt?
      Noch beeindruckender sind die direkt an den Felsklippen gebauten Mausoleen aus Stein und Mörtel in mehreren Hundert Meter Höhe. Im Inneren dieser Mausoleen, die von den Lebenden offenbar häufig besucht wurden, stießen die Archäologen auf in Stoff gewickelte Gerippe. Waren die Chachapoya vom Tod besessen?
      Die anthropologische Forschung sowie die geduldige Arbeit der Archäologen haben ermittelt, welche Beziehung die Chachapoya zu den Toten unterhielten. Sie waren in Wirklichkeit alles andere als blutrünstig und morbid, sondern standen über 800 Jahre lang in einem seligen, innigen Verhältnis zu ihren Vorfahren. Das Schicksal der Lebenden war für sie eng mit dem der Toten verknüpft.

      Wer waren die Erbauer von Stonehenge? Beruht der Mythos des Minotaurus auf einer wahren Geschichte? Flohen die Wikinger wirklich vor dem Eis aus Grönland? Überall auf der Welt versuchen Archäologen, den großen Rätseln der Menschheitsgeschichte auf die Spur zu kommen. Von der verlorenen Stadt Kolumbiens und Inka-Bauten hoch oben in den Anden über die Ufer des Amazonas und die Pyramiden von Teotihuacán bis zu den Höhlenmalereien in Südafrika oder den ostafrikanischen Suaheli-Ruinen: In der neuen zehnteiligen Reihe „Abenteuer Archäologie“ nimmt der belgische Archäologe Peter Eeckhout den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise zu den spannendsten Ausgrabungsstätten der Erde. Dabei trifft er andere Archäologen, erfährt viel über deren Arbeit und lernt deren jüngsten Entdeckungen kennen - eine spektakuläre Reise in längst vergangene Zeiten.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.10.2019