• 26.06.2018
      17:10 Uhr
      Neuland Das Dorf der letzten Hirten | arte
       

      Wie viele europäische Gegenden abseits der Ballungszentren leidet auch der Norden Spaniens unter Landflucht. Von ehemals 1.000 Berghirten im Nationalpark Picos de Europa gibt es noch acht. Seit 2005 versucht eine Schäferschule, jungen Menschen das Handwerk der Berghirten zu vermitteln und diese Entwicklung aufzuhalten.

      Dienstag, 26.06.18
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Wie viele europäische Gegenden abseits der Ballungszentren leidet auch der Norden Spaniens unter Landflucht. Von ehemals 1.000 Berghirten im Nationalpark Picos de Europa gibt es noch acht. Seit 2005 versucht eine Schäferschule, jungen Menschen das Handwerk der Berghirten zu vermitteln und diese Entwicklung aufzuhalten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Thomas Unger
      Kerstin Holl

      Die Gipfel des Nationalparks Picos de Europa in Nordspanien reichen bis über 2.600 Meter hinauf in das "Reich des Nebels". Dort gibt es seit 2005 eine Schäferschule, die jungen interessierten Menschen das jahrtausendealte Handwerk der Berghirten zu vermitteln versucht. Die ausnahmslos erwachsenen Schüler kommen aus allen Teilen Spaniens. Vier Wochen lang werden sie von erfahrenen Dozenten in der notwendigen Theorie unterrichtet. Anschließend verteilen sie sich auf die Bergweiden, wo sie bei erfahrenen Hirten in der Praxis ausgebildet werden.

      Initiator des Schulprojekts ist der Künstler und Agrarökologe Fernando García-Dory. Seine Beweggründe für das außergewöhnliche Projekt sind vielfältig. Wie viele europäische Gegenden abseits großer Ballungszentren leidet auch der Norden Spaniens unter Landflucht. Die Arbeitslosigkeit und die Perspektivlosigkeit in wirtschaftlich schwachen ländlichen Regionen lässt junge Menschen in die Großstädte ziehen. Die Alten sterben und mit ihnen der Wissensschatz um Leben, Ackerwirtschaft und Dorfkultur. Von ehemals 1.000 Menschen, die jährlich mit ihren Tieren den Sommer in den Picos verbracht haben, sind noch acht übrig geblieben.

      Aber kann die Schule der Berghirten daran wirklich etwas ändern? Um diese Frage zu beantworten, trifft Andreas Korn bei seiner Reise durch die Majadas nicht nur Fernando García-Dory, sondern auch die letzten "alten" Hirten der Picos, die Schülerin Olaya sowie Nel, einen der jungen Hoffnungsträger für die Hirtenkultur in den asturischen Bergen.

      Andreas Korn macht sich auf die Suche nach Orten in Europa, an denen Menschen neue und interessante Wege gehen, um Regionen, die die Moderne zu vergessen droht, wieder in Besitz zu nehmen und mit neuem Leben zu füllen. Seine Reise führt zu interessanten Landschaften und engagierten Menschen, die sich mit kreativen Ideen ein Stück Europa erobert und sich auf sehr verschiedene Weise ein Stück "Neuland" erschlossen haben - einen Wald, einen Berg, eine Insel, einen See oder ein ganzes Dorf. Es gibt sie noch, die Orte und Lebensräume, an denen junge Menschen Ideen und Träume realisieren können.

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      Dienstag, 26.06.18
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.11.2019