• 14.06.2018
      08:40 Uhr
      Stille Wasser sind tief Lençóis Maranhenses, Brasiliens Dünenseen | arte
       

      An der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens liegt inmitten von Dünen eine wunderschöne türkisfarbene Seenlandschaft, die Lençóis Maranhenses. Die vergänglichen Seen verdanken ihr kurzes Dasein den Regenfällen, die jedes Jahr über die Region hereinbrechen und aus der Verbindung von Sand und Wasser ein außergewöhnliches Ökosystem entstehen lassen.

      Donnerstag, 14.06.18
      08:40 - 09:25 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      An der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens liegt inmitten von Dünen eine wunderschöne türkisfarbene Seenlandschaft, die Lençóis Maranhenses. Die vergänglichen Seen verdanken ihr kurzes Dasein den Regenfällen, die jedes Jahr über die Region hereinbrechen und aus der Verbindung von Sand und Wasser ein außergewöhnliches Ökosystem entstehen lassen.

       

      Unweit des Äquators erstrecken sich im brasilianischen Bundesstaat Maranhãoüber mehr als 1.500 Quadratkilometer die Dünen des Nationalparks Lençóis Maranhenses, was auf Portugiesisch so viel wie "Bettlaken von Maranhão" bedeutet. Die unendlichen Sanddünen erinnern tatsächlich an ein nachlässig ausgebreitetes Betttuch. Jedes Jahr fällt in dieser Dünenlandschaft etwa so viel Niederschlag wie in Schottland. Dann entstehen in den Dünentälern Tausende Süßwasserseen und verwandeln die kahle Wüste in einen riesigen tropischen Sandstrand. Doch die Regenzeit ist nur ein Teil des Lebenszyklus der Lençois. Denn so schnell, wie das Wasser kommt, verschwindet es auch wieder, und in der Trockenzeit gewinnt der Sand die Oberhand.
      Wasser, Sand und Wind machen die Lençóis Maranhenses zu einem einzigartigen Ökosystem, dessen Geheimnisse noch nicht vollständig gelüftet wurden. Die Region ist zu abgeschieden und unberechenbar, um für den Massentourismus interessant zu sein. Erst vor kurzer Zeit ist sie in den Blickpunkt der Wissenschaft gerückt. Und das hat bereits zu erstaunlichen Entdeckungen geführt. In einer Umgebung, in der während der Trockenzeit bis zu 45 Grad Celsius herrschen und kaum Nährstoffe zu finden sind, kann dennoch Leben entstehen. Natürlich findet man dort nicht die üppige Flora und Fauna des nahen Amazonasgebietes, doch die Lebewesen haben sich dem zyklischen Wechsel von Dürre und Überschwemmungen angepasst.

      Seen sind lebendige Gewässer, sie entstehen und vergehen in einem Kreislauf der Natur. Die Dokumentationsreihe ergründet in wunderschönen Bildern, wie die Natur und der Mensch in Harmonie mit den Lebenszyklen ganz unterschiedlicher Seen auf der Erde leben.

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      Donnerstag, 14.06.18
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.02.2020