• 10.06.2018
      15:05 Uhr
      700 Haie in der Nacht Dokumentarfilm Frankreich 2018 | arte
       

      Ein kleines Südsee-Atoll erlebt alljährlich einen wahren Ansturm von Riffhaien. Bis zu 700 Exemplare versammeln sich bei Fakarava jeden Winter in einem 100 Meter breiten und 30 Meter tiefen Meereskanal - die weltgrößte Ansammlung dieser Raubfische, die Forscher bislang kennen. Was ist der Grund für das Massenstelldichein? Ein Forscherteam unter Leitung des französischen Meeresbiologen und Wildlife-Fotografen Laurent Ballesta - bekannt aus „Antarktis - Die Reise der Pinguine“ - wollte in einem groß angelegten Experiment herausfinden, nach welchen Strategien die Grauen Riffhaie jagen und leben.

      Sonntag, 10.06.18
      15:05 - 16:45 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      VPS 15:10
      Stereo HD-TV

      Ein kleines Südsee-Atoll erlebt alljährlich einen wahren Ansturm von Riffhaien. Bis zu 700 Exemplare versammeln sich bei Fakarava jeden Winter in einem 100 Meter breiten und 30 Meter tiefen Meereskanal - die weltgrößte Ansammlung dieser Raubfische, die Forscher bislang kennen. Was ist der Grund für das Massenstelldichein? Ein Forscherteam unter Leitung des französischen Meeresbiologen und Wildlife-Fotografen Laurent Ballesta - bekannt aus „Antarktis - Die Reise der Pinguine“ - wollte in einem groß angelegten Experiment herausfinden, nach welchen Strategien die Grauen Riffhaie jagen und leben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Luc Marescot

      Im Fakarava-Atoll in Französisch-Polynesien, in den kristallklaren Wassern des Südpazifiks, versammelt sich alljährlich der weltweit größte Schwarm Grauer Riffhaie. Inzwischen wurde der südliche Teil des Atolls von der UNESCO im Rahmen des MAB-Programms (Der Mensch und die Biosphäre) unter Schutz gestellt. Was ist der Grund für das Massenstelldichein?

      Seit 2014 beschäftigt sich das Team des französischen Meeresbiologen und Wildlife-Fotografen Laurent Ballesta mit dem Phänomen. Drei Jahre lang erforschten die Wissenschaftler den Haischwarm, begleiteten die Raubfische bei ihrer nächtlichen Jagd und filmten sie hautnah. Ihre Beobachtungen bringen neue und überraschende Erkenntnisse über den vermeintlich primitiven Knorpelfisch ans Licht: Die Haie legten ein komplexes Sozialverhalten an den Tag und entwickelten sogar kollektive Jagdstrategien, ähnlich Delfinen oder Wölfen.

      2017 versammelte Laurent Ballesta sein Forscherteam für ein weltweit einzigartiges Experiment: Sie statteten 40 Haie mit elektronischen Chips aus, um nachzuvollziehen, welche Wege diese bei Nacht zurücklegen. „700 Haie in der Nacht“ erzählt von dieser wissenschaftlichen, technologischen und menschlichen Herausforderung. Wochenlang arbeitete das Team rund um die Uhr, stets in Erwartung des Vollmonds. Dann sind die Haie besonders aktiv. Mit Sensoren, Helmkameras, Mikrofonen und Radaren beobachteten sie so viele Haie wie nie zuvor. Dabei entstanden atemberaubende Unterwasserbilder, die den beeindruckenden Raubfisch in ganz neuem Licht erscheinen lassen.

      ARTE begleitete den Naturfotografen Laurent Ballesta zuletzt mit dem „Antarctica!“-Projekt in die Arktis, wo der Film „Antarktis - Die Reise der Pinguine“ (2016) entstand.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.09.2019