• 21.11.2011
      11:20 Uhr
      Der Maler Otto Dix Porträt | arte
       

      Anlässlich der ersten großen Dix-Werkschau auf dem amerikanischen Kontinent im Jahr 2010 entstand dieses Porträt des großen Malers Otto Dix in zehn Kapiteln. Sollte Otto Dix auch heute noch als zeitgenössischer Künstler betrachtet werden?

      Montag, 21.11.11
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      HD-TV Stereo

      Anlässlich der ersten großen Dix-Werkschau auf dem amerikanischen Kontinent im Jahr 2010 entstand dieses Porträt des großen Malers Otto Dix in zehn Kapiteln. Sollte Otto Dix auch heute noch als zeitgenössischer Künstler betrachtet werden?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jennifer Alleyn

      Geprägt von der Philosophie Friedrich Nietzsches, erkennt der Maler Otto Dix (1891-1969) Schönheit auch im Hässlichen. Selbst die abstoßendsten Szenen setzt er höchst kunstvoll um, vereint dabei die Ambivalenz von Schönheit und Grauen in seinen Bildern und lädt zum Hinschauen ein. Wie nur wenige Künstler seiner Zeit sieht er sich in der Tradition der großen deutschen Maler wie Dürer oder Cranach und greift auch auf die von ihnen verwendeten Techniken zurück. Doch im Kontrast zu dieser konservativen Sicht stehen seine Motive: Als Teil der Bewegung der Neuen Sachlichkeit im Berlin der 20er Jahre blickt Otto Dix aggressiv und kritisch gerade auf die verstörenden Aspekte des Lebens.

      Auf der Suche nach unmittelbarem Kontakt zur Realität meldete er sich 1914 freiwillig als Soldat und zieht in den Ersten Weltkrieg. "Ich brauche die Verbindung zur sinnlichen Welt, den Mut zur Hässlichkeit, das Leben ohne Verdünnung", schreibt er. Seine 1927 erlangte Professur an der Kunstakademie Dresden verliert er bereits 1933 wieder, da seine Kunst von den Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft wird.

      Um sich nicht weiter zu gefährden, wendet er sich der unverfänglicheren Landschaftsmalerei zu. Trotzdem folgen weitere Repressionen bis hin zur Haft, schließlich wird er noch kurz vor Kriegsende als Soldat eingezogen und gerät in französische Kriegsgefangenschaft. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges bearbeitet er vor allem christliche Motive.

      Das Porträt - entstanden anlässlich der ersten Werkschau des Malers Otto Dix auf amerikanischem Boden - 2010 im Musée des Beaux Arts in Montreal - folgt dem Lebensweg des Künstlers, gibt Einblick in seine Arbeitsweise und lässt Kunsthistoriker sein Werk analysieren.

      Mit Interviews von Kunstsammlern und Restauratoren sowie den Erinnerungen der beiden Kinder von Otto Dix bringt die preisgekrönte kanadische Filmemacherin Jennifer Alleyn mit wissbegierigem Blick dem Zuschauer ein Werk nahe, das mit seiner ungebändigten Suche nach Wahrheit dazu anregt, sich selbst infrage zu stellen.

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      Montag, 21.11.11
      11:20 - 12:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
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