• 21.11.2011
      08:00 Uhr
      Wilder Planet Extremwetter über Europa | arte
       

      Die Dokumentation rückt die Wetterphänomene in den Mittelpunkt. Gezeigt wird unter anderem, dass es im Verlauf der letzten 20 Jahre eine Häufung von Extremwetterlagen auch in Europa gegeben hat.

      Montag, 21.11.11
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Dokumentation rückt die Wetterphänomene in den Mittelpunkt. Gezeigt wird unter anderem, dass es im Verlauf der letzten 20 Jahre eine Häufung von Extremwetterlagen auch in Europa gegeben hat.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Klaus Feichtenberger
      Klaus Kafitz

      Wenn auf diesem Planeten noch etwas völlig ungezähmt ist, dann das Wetter in seiner Urgewalt. Das lässt sich in Europa besonders gut auf den sturmgepeitschten, von Frost zerklüfteten Gipfeln der Alpen beobachten. Mitten in der Wetterküche unseres Kontinents befindet sich die höchstgelegene, älteste Wetterstation Europas. Der Hohe Sonnblick, in über 3.000 Meter Höhe in den österreichischen Alpen gelegen, ist ein technisch hochgerüsteter Außenposten der Wissenschaft. Von hier aus gehen über das Internet stündlich detaillierte Extremwetterwarnungen in die gesamte Europäische Union.

      Die Häufung von Extremwetterereignissen in Mitteleuropa innerhalb der letzten 20 Jahre ist nicht zu leugnen. Starkwinde, Starkniederschläge, extreme Hitze- und Kälteperioden sowie großflächige Waldbrände haben allein seit der Jahrtausendwende kaum noch bezifferbare Schäden hinterlassen.

      Um zu erkunden, was den Menschen in Mitteleuropa bevorstehen könnte, wie sich die Risiken - von der Öffentlichkeit unbemerkt - allmählich verschieben, entwerfen drei prominente Wissenschaftler ein schockierendes Szenario. Sie spielen durch, wie sich einzelne Extremwetterereignisse binnen weniger Monate zu einer fatalen Kombination reihen und unsere Zivilisation in ein Desaster von kontinentalem Ausmaß stürzen könnten.

      Die Dokumentation macht darauf aufmerksam, dass wir uns kaum noch über die Kräfte bewusst sind, die sie sich tagtäglich am Himmel über uns abspielen. Wind und Wolken deuten auf gewaltige Energie- und Masseflüsse in der Atmosphäre. Selbst in einer kleinen harmlosen Sommerwolke verbirgt sich die Energie einer kleinen Atombombe und eine kaum vorstellbare Wassermenge von rund 250 Tonnen. Sobald diese Naturgewalten ihre gewohnten Bahnen verlassen, trifft uns die destruktive Wucht des Wetters - buchstäblich wie aus heiterem Himmel.

      Naturkatastrophen haben den Lauf der menschlichen Geschichte immer wieder beeinflusst. Sie zeugen von der Verletzlichkeit und der Ohnmacht der Menschen Naturgewalten gegenüber. Und die Ereignisse graben sich für Generationen tief ins Gedächtnis ein. Selbst das scheinbar sichere Europa können Naturkatastrophen treffen, auch wenn sie weit entfernt stattfinden.

      Dank wissenschaftlicher Forschung, die die Erdgeschichte ebenso im Blick hat wie Gegenwart und Zukunft, lassen sich Katastrophenherde lokalisieren. Doch der Ausbruch einer Katastrophe ist nicht exakt vorhersagbar. Allerdings können Wissenschaftler den Worst Case als Wahrscheinlichkeit datieren. Die dreiteilige Dokumentationsreihe nähert sich diesem Szenario mit verschiedenen Fragestellungen auf der Grundlage des heutigen Forschungsstandes: Welcher Art werden die Katastrophen sein? Wie werden sie jeden von uns betreffen? Und wie kann sich die Welt langfristig auf Naturkatastrophen vorbereiten, um im Ernstfall die Zahl der Opfer und die Zerstörung der Infrastruktur so gering wie möglich zu halten?

      Wird geladen...
      Montag, 21.11.11
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.08.2022