• 06.11.2011
      17:45 Uhr
      Metropolis Berg Heil! Die Geschichte des Bergsteigens im Spiegel des Nationalsozialismus - Moderation: Anja Höfer | arte
       

      Als "titanische Übermenschen" wurden Extrembergsteiger zu Zeiten des Nationalsozialismus gefeiert. Sie sollten die angebliche Überlegenheit der deutschen Herrenrasse beweisen.

      Sonntag, 06.11.11
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Als "titanische Übermenschen" wurden Extrembergsteiger zu Zeiten des Nationalsozialismus gefeiert. Sie sollten die angebliche Überlegenheit der deutschen Herrenrasse beweisen.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Anja Höfer
      Sonstige Mitwirkung SWR

      Dabei verloren nicht wenige ihr Leben, wie etwa bei den Expeditionen am "Schicksalsberg der Deutschen", dem Nanga Parbat, 1934 und 1937. 1938 dann bescherten deutsche Bergsteiger der nationalsozialistischen Propaganda einen Triumph: die Erstbesteigung der Eiger Nordwand.

      Der wechselvollen Geschichte des Bergsteigens ist nun ein Buch- und Ausstellungsprojekt in München gewidmet: "Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen von 1918 bis 1945".

      Bis heute ist der alpine Gruß "Berg Heil!" unter den Alpinisten üblich. Er steht beispielhaft für Bergbegeisterung und sportliche Leistung, aber auch für die Nähe von Alpinismus und deutschnationalen Ideologien. Schon Anfang der 20er Jahre begannen die Alpenvereine, jüdische Mitglieder auszuschließen. Bald wehten auf den Berghütten Hakenkreuzfahnen.

      "Dem Bergsteiger brauche ich das Kämpfen nicht zu lehren, weil Bergsteigen selbst kämpfen bedeutet", dieser Ausspruch von Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten spricht für sich. 1933 rief etwa die Münchner SA zur Bildung eines eigenen Gebirgssturms auf. Das Bergsteigen - der "Kampf mit dem Berg" - wurde zum kriegsvorbereitenden Mythos glorifiziert.

      Die Ausstellung "Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen von 1918 bis 1945" im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins auf der Münchner Praterinsel wird am 23. November 2011 eröffnet und ist bis zum 1. Juli 2012 zu sehen. Das gleichnamige Buch erscheint im Böhlau Verlag.

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      Sonntag, 06.11.11
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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