• 06.11.2011
      03:20 Uhr
      Flieger über Amazonien Dokumentation Deutschland 2008 | arte
       

      Fliegen als Traum und Passion, Job und Schicksal. Das ist die Geschichte der Piloten Nilton und Fernando, Streuner der Lüfte. Sie fliegen in Amazonien, der gewaltigsten Flusslandschaft dieses Planeten.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 06.11.11
      03:20 - 05:00 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo

      Fliegen als Traum und Passion, Job und Schicksal. Das ist die Geschichte der Piloten Nilton und Fernando, Streuner der Lüfte. Sie fliegen in Amazonien, der gewaltigsten Flusslandschaft dieses Planeten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Herbert Brödl

      Amazonien, das sind Flüsse, Wolken, die sich himmelhoch bauschen, Wind, fette Tropfen, schwere Regen, Schönheit und Orte, wo noch kein Mensch seinen Fuß hingesetzt hat. Die brasilianischen Piloten Fernando und Nilton leben in der Dschungelmetropole Manaus und heben zu Lande und zu Wasser in Amazonien ab unter Bedingungen, in denen nur die Besten bestehen und der Tod gegenwärtig ist.
      Nilton ist aus dem Priesterseminar ausgetreten und Pilot geworden. Der Familienmensch und Melancholiker fliegt mit einer Cessna Caravan in der Einsamkeit des Hinterlandes, transportiert Prostituierte und Gipsengel, Versandhauspost und Indios, Tote und Gemüse. Mit Captain Juarez hat er als Copilot angefangen und Küken durch Amazonien geflogen. Jetzt ist Juarez in einer geschlossenen Anstalt, malt den Himmel und was sich darin bewegt und wird gern von Nilton besucht.
      Fernando, der Nomade und Wassermann, ist mit der Lake Renegade seines Chefs unterwegs, dem die schwimmenden Tankstellen auf dem Rio Negro gehören. Seine Vorbilder sind Mary Poppins, die fliegen und zaubern kann, und sein Onkel Valdivino, ein legendärer Koksflieger, dessen Glanz und Niedergang er miterlebt hat und an dem sein Herz hängt.
      Der Film begleitet Nilton und Fernando auf ihren Flügen im Kosmos Amazonien. In zwei Monologen aus dem Off erzählen sie ihr Fliegerleben in Rückblick, Ausblick und Reflexion.

      Der Filmemacher Herbert Brödl entwickelt seine Geschichte aus einem recherchierten realistischen Bodensatz und mischt dann mit Selbstverständlichkeit Dokumentarisches, Halbdokumentarisches und Fiktion, Gefundenes und Erfundenes, authentische Figuren und Schauspieler, Realität und Fantasie, Gedanken, Stimmen und Bilder. Diese ganz eigene Verbindung der Elemente macht den besonderen Charakter seiner Filme und seine Faszination aus. "Flieger" ist der sechste Film von Herbert Brödls Äquatorzyklus und sein Abschluss nach "Eclipse" (2002), "Bad Boy" (2000), "Früchtchen" (1998), "Goldland" (1996) und "Jaguar und Regen" (1994). Filme, deren Schauplätze in der Mitte der Welt liegen, Geschichten und Ansichten aus den Tropen. "Ich begleite, beobachte und inszeniere Menschen auf Reisen und Erkundungen, Wanderer zwischen den Welten, für die sich das Eigene im Fremden erfüllt." (Herbert Brödl)

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 06.11.11
      03:20 - 05:00 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo

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