• 05.11.2011
      18:15 Uhr
      ARTE Reportage Das Magazin für aktuelle internationale Politik - Moderation: Andrea Fies und Nathalie Georges | arte
       

      Themen u.a.:

      • Griechenland: Die Angst der kleinen Leute - Alltag der Menschen in Athen
      • USA: "Obama City Blues"
      • Afghanistan: Vom Leben im Krieg - Die Bilder des Fotografen Reza

      Samstag, 05.11.11
      18:15 - 19:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen u.a.:

      • Griechenland: Die Angst der kleinen Leute - Alltag der Menschen in Athen
      • USA: "Obama City Blues"
      • Afghanistan: Vom Leben im Krieg - Die Bilder des Fotografen Reza

       
      • Griechenland: Die Angst der kleinen Leute. Wo sie einst die Demokratie erfanden, im Grunde unserer Zivilisation, läuft heute wieder eine Zeitenwende: Griechenland zeigt, dass es nur elf Millionen Menschen mit Hang zum Schlendrian bedarf, um die zweitwichtigste Währung der Welt zu ruinieren, Europa politisch zu spalten und den Wohlstand eines Kontinents aufs Spiel zu setzen. Inzwischen hat der EU-Gipfel zwar weitere Hilfen für Griechenland beschlossen. Und Ministerpräsident Giorgos Papandreou spricht von einem neuen Kapitel in der Geschichte des Landes. Nun beginne "eine neue Ära, ein neues Kapitel. Das wird ein Neustart für uns." Gleichzeitig fügte er aber auch hinzu: "Aber die Arbeit muss weitergehen." So müssen die Einzelheiten für das neue Rettungsprogramm noch erst bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden. Und schon jetzt ist klar: Das hoch verschuldete Land wird noch über Jahre hinweg am Tropf von internationalen Geldgebern hängen. Die Menschen in Griechenland werden den Gürtel noch enger schnallen müssen. Es wird neue Sparmassnahmen geben. Jede Woche verlieren im Durchschnitt 1.200 Griechen ihren Arbeitsplatz. Gehen die jüngsten europäischen Hilfspläne und das derzeitige griechische Sparpaket gar nicht auf, dann kann Athen schon im November keine Löhne mehr an Menschen zahlen, die beim Staat arbeiten. Wer aber wirklich wissen will, wie es um Griechenland bestellt ist, der muss weniger auf einen EU-Gipfel schauen, sondern auf die Menschen in Athen. Hinter der Eurokrise, hinter Sparpaketen, Finanzgipfeln und Steuererhöhungen stehen also vor allem die Menschen, für die sich vieles zum schlechteren geändert hat. Was bedeutet nun aber die Krise für den Durchschnittsbürger in Athen oder Thessaloniki? Michael Unger und Elsa Kleinschmager haben den Alltag der Menschen in Athen beobachtet.

      • USA: "Obama City Blues". Chikago ist Obama City, Chikago ist Obamas politische Heimat - hier nahm er Anlauf für seinem Marsch aufs Weiße Haus. Zu Beginn des Jahres, an dessen Ausgang sich entscheiden wird, ob die Amerikaner Barack Obama ein zweites Mal das höchste Amt im Staat zutrauen, fuhr unser Reporter in die Hochburg Obamas, um zu erfahren, wie die Menschen dort ihren Präsidenten heute sehen. Das gibt es noch immer viele, die zu ihm halten, die sehen, wie unvorstellbar schwer es ist, seinen Slogan "Yes we can" in die raue politische Wirklichkeit der USA von heute umzusetzen - gerade in diesen Zeiten der Finanzkrise. "Im Wahlkampf musste er diesen `Yes, we can´ Typen spielen, und wusste wahrscheinlich, dass wir eben nicht konnten. Schließlich ist ein Präsident kein König. Ein Präsident kann nicht einfach allmächtig Gesetze schreiben. Das hätten wir Wähler wissen müssen, sagt der Radiomoderator Brian Babylon, dessen Obama-Satire in Chikago Kult geworden ist. Andere sind schwer enttäuscht von ihm: Die Gesundheitsreform ist verabschiedet aber noch nicht in die Wirklichkeit umgesetzt. Und dann die Kriege: "Wir sind in mehr Kriegen, nicht in weniger. Das Bailout der Banken. Der Finanzsektor ist nach wie vor unreguliert. Die Ölindustrie ist nach wie vor unreguliert. Nach der BP Ölkatastrophe: die perfekte Gelegenheit! Die ganze Welt stand hinter ihm. Dasselbe mit der Finanzkrise. Was hat er gemacht? Eine 180 Gradwende und die Konzerne unterstützt anstatt die einfachen Leute. Er ist gescheitert an fast allem, was er anpackte," kritisiert Mary-Ellen Croteau, eine Künstlerin, die sich soviel von Obama erwartet hatte. Uri Schneider hat sich in Chikago umgesehen und mit vielen Noch-Anhängern und vielen Neu-Gegnern des amtierenden Präsidenten gesprochen. Und dabei hat er erfahren: So sehr Chicago Barack Obama liebt, so sehr fühlen sich viele seiner Bürger von ihm im Stich gelassen. In einem Jahr wird sich herausstellen, ob der erste schwarze Präsident noch einmal das Vertrauen seiner Wähler zurückgewinnen kann.

      • Afghanistan: Vom Leben im Krieg - Die ohrenbetäubenden Einschläge der Bomben, das Pfeifen der Schüsse, die den Tod verkünden, das Weinen der Kinder vor Hunger, die stillen Gebete einer Frau, die alles verloren hat, die Anweisungen eines Arztes in einem Krankenhaus auf dem Land - der Fotograf Reza erweckt in seinen Bildern die verstörenden Geräusche dieses Krieges, der sein Land verwüstet und die Menschen dort tief verstört hat.

      Auf der Grundlage seines redaktionellen Sendeauftrags wirft "ARTE Reportage" jede Woche den etwas anderen Blick auf wichtige Ereignisse des Weltgeschehens.

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      Samstag, 05.11.11
      18:15 - 19:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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