• 05.11.2011
      16:00 Uhr
      Der Spion vom Pariser Platz Wie die Amerikaner von Hitlers Giftgas erfuhren | arte
       

      Am 3. September 1941 führte die SS im Konzentrationslager Auschwitz ein geheimes Experiment durch, das den Beginn der Shoah markierte. Hunderte Kriegsgefangene wurden mit Zyklon B ermordet, einem Granulat, das hochgiftige Blausäure freisetzt.

      Samstag, 05.11.11
      16:00 - 16:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 16:20
      Stereo HD-TV

      Am 3. September 1941 führte die SS im Konzentrationslager Auschwitz ein geheimes Experiment durch, das den Beginn der Shoah markierte. Hunderte Kriegsgefangene wurden mit Zyklon B ermordet, einem Granulat, das hochgiftige Blausäure freisetzt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Scott Christianson
      Egmont R. Koch

      Wenige Wochen später übergab der Repräsentant des deutschen IG-Farben-Konzerns in der Schweiz in seiner Villa am Vierwaldstätter See amerikanischen Kurieren streng geheime Dokumente über Hitlers Giftgasproduktion, auch über das von den IG Farben produzierte Zyklon B. Gelangten auf diesem Wege schon früh Informationen über die geplante sogenannte "Endlösung der Judenfrage" in die USA?

      In den USA war Blausäure schon 1924 zur Exekution von Menschen eingesetzt worden. Damals starb im Staatsgefängnis von Nevada erstmals ein Straftäter durch das Giftgas. In den 30er Jahren forschte das amerikanische Chemieunternehmen Du Pont über Blausäure als Insektenkiller, aber auch als Mittel der Wahl für Hinrichtungen in der Gaskammer. Du Pont stand dabei in engem Informationsaustausch mit den Experten des IG-Farben-Konzerns in Frankfurt. Diese Beziehungen blieben sogar bestehen, nachdem Amerika im Dezember 1941 in den Krieg gegen Hitler-Deutschland eingetreten war.

      Die Dokumentation erzählt in diesem Zusammenhang auch die einzigartige Geschichte des deutschen Wirtschaftsberaters Erwin Respondek, der erst an den Kartellvereinbarungen zwischen IG Farben und Du Pont beteiligt war, dann zum Spion wurde und die Amerikaner mit Geheimnissen über Hitlers Giftgasproduktion versorgte. Respondek residierte in einem Büro am Pariser Platz in Berlin, direkt neben der US-Botschaft. Mit den meist handschriftlichen Dossiers in der Aktentasche ging er die paar Schritte hinüber, in vollem Bewusstsein, dass dies ein tödliches Risiko bedeutete. Die Amerikaner jedoch, so stellte sich später heraus, misstrauten seinen Angaben. Nach dem Krieg geriet Respondek schnell in Vergessenheit - auch in Washington.

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      Samstag, 05.11.11
      16:00 - 16:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
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