• 04.11.2011
      02:30 Uhr
      Victor / Victoria Spielfilm Großbritannien 1982 - Thema: Mann oder Frau - Ist das hier die Frage? | arte
       

      Paris, 1934: Die arbeitslose Sängerin Victoria Grant lernt den schwulen Chansonnier Toddy kennen. Gemeinsam entwickeln die beiden einen Plan, um an neue Engagements zu kommen: Victoria soll sich als Damen-Imitator ausgeben.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 04.11.11
      02:30 - 05:00 Uhr (150 Min.)
      150 Min.
      HD-TV Stereo

      Paris, 1934: Die arbeitslose Sängerin Victoria Grant lernt den schwulen Chansonnier Toddy kennen. Gemeinsam entwickeln die beiden einen Plan, um an neue Engagements zu kommen: Victoria soll sich als Damen-Imitator ausgeben.

       

      Im Paris der frühen 30er Jahre ist die arbeitslose Sopranistin Victoria Grant auf der Suche nach einem Engagement. Auch ihr letztes Vorsingen scheitert und die junge Frau weiß nicht mehr, wie sie sich die nächste Mahlzeit finanzieren soll. Als sie versucht, sich über einen Trick ein Essen in einem noblen Restaurant zu ergaunern, lernt sie den schwulen Chansonnier Carroll "Toddy" Todd kennen, der gerade seine Stelle in eben der Bar gekündigt hat, in der Victoria vorgesungen hat. Die beiden tun sich zusammen und entwickeln einen Plan, um an neue Engagements zu kommen: Victoria verkleidet sich als Damen-Imitator und aus Toddy wird dessen Liebhaber. Der Coup gelingt, und "Graf Victor Grazinski" wird zum Liebling des Pariser Nachtlebens.

      Bei einem ihrer Auftritte lernt Victoria als Victor den zwielichten Nachtclubbesitzer und Gangster King Marchand aus Chicago kennen. Dieser ist von dem androgynen Travestiekünstler zugleich abgestoßen und fasziniert und beginnt an seiner sexuellen Orientierung zu zweifeln. Das provoziert seinen Leibwächter "Squash", seine homosexuellen Neigungen zu gestehen, was wiederum bei Marchands Geliebter, der exaltierten Norma, auf wenig Verständnis stößt.
      Nachdem er Norma verlassen hat, entdeckt Marchand Victors wahre Identität als Vicotria und die beiden beginnen eine heimliche Affäre. Als die rachsüchtige Norma Marchand mit seiner scheinbaren Homosexualiät erpressen möchte und ein frustierter Nachtclubbesitzer damit droht, Toddy und Victors Betrügereien auffliegen zu lassen, sieht Victoria sich mit der Entscheidung zwischen Liebe und Karriere konfrontiert.

      Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt das Remake des UFA-Tonfilms "Viktor und Viktoria" von 1933 als eine "stilsichere, elegante und charmante romantische Farce, die mit geistreichen Dialogen, Slapstick-Einlagen, einer perfekten Choreographie und hervorragenden Schauspielern brilliert." Tatsächlich wurde Blake Edwards Verwechslungskomödie für mehrere internationale Preise nominiert, von denen Komponist Henry Mancini ("Touch of Evil") den Oscar für die beste Musik, und die in zweiter Ehe mit dem Regisseur Edwards verheiratete Julie Andrews den Golden Globe für ihre Darstellung der Titelfigur erhielt. Andrews spielte die Rolle in den 90er Jahren in der Broadwaybearbeitung des Films ein weiteres Mal.

      Die Verwechslungsgeschichte um Victoria, die tut, als sei sie ein Mann, der vorgibt eine Frau zu sein, behandelt offen Fragen über sexuelle Identität und Orientierung und zeugt von einem für die Zeit sehr lockeren Umgang mit dieser Thematik.

      Thema: Mann oder Frau - Ist das hier die Frage?

      In den meisten Fällen steht bei der Geburt eines Menschen sein Geschlecht fest: entweder männlich oder weiblich. Doch es gibt Männer, die sich als Frauen fühlen und Frauen, die sich als Männer fühlen. Wie geht die Gesellschaft um mit Menschen, die das Gefühl haben, im falschen Körper zu sein? Der Themenabend animiert zum Nachdenken über die Rolle der Geschlechter in der Gesellschaft.

      Ob ein Mensch eine Frau oder ein Mann wird, scheint von Geburt an vorgegeben zu sein, doch ist das wirklich so? Wo sieht die Gesellschaft die Grenze zwischen männlich und weiblich, und wie geht sie mit Grenzüberschreitungen um? Der Geschlechterwechsel ist eine Verwandlung, die auf der einen Seite das Leben eines Menschen völlig verändert und zum anderen den Blick der Gesellschaft auf diese Person in eine ganz andere Richtung lenkt.

      Und während für die einen der Wechsel in das jeweils andere Geschlecht ein endgültiger Schritt ist, ist er für andere lediglich ein vorübergehendes Spiel mit der Identität. Der ARTE-Themenabend widmet sich denjenigen, die in eine andere Haut schlüpfen und durch ihr neues Ich ihren Träumen ein Stück näherkommen.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 04.11.11
      02:30 - 05:00 Uhr (150 Min.)
      150 Min.
      HD-TV Stereo

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