• 01.11.2011
      20:15 Uhr
      Im Sumpf der Subventionen Dokumentation Frankreich 2010 - Thema: Kampf der Korruption! | arte
       

      Die Europäische Union gibt jährlich Unsummen für Fördermittel aus. Ein Beispiel ist die Landwirtschaft. Aber kommt das Geld tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird, und wird es tatsächlich für den Zweck verwendet, der als förderwürdig gilt?

      Dienstag, 01.11.11
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

      Die Europäische Union gibt jährlich Unsummen für Fördermittel aus. Ein Beispiel ist die Landwirtschaft. Aber kommt das Geld tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird, und wird es tatsächlich für den Zweck verwendet, der als förderwürdig gilt?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Pierre-Emmanuel Luneau-Dorignac

      Was passiert eigentlich genau mit den reichlich fließenden Fördermitteln der Europäischen Union? Kommen sie wirklich denjenigen zugute, die sie dringend benötigen oder erreichen sie eine geschickt agierende Klientel, die weiß, wie sie die begehrten Subventionen einstreichen kann? Außerdem werden nicht selten Millionen der von Brüssel gewährten Finanzhilfen veruntreut.
      Filmemacher Pierre-Emmanuel Luneau-Dorignac zeigt in seiner Dokumentation beispielhaft, wie der Weg des Geldes von einem französischen Kleinunternehmen zur italienischen Mafia und zur Geldwäsche führen kann. Außerdem ergaben die Recherchen von Luneau-Dorignac, dass einige ehemalige EU-Kommissare Beraterposten in Unternehmen bekleiden. Ein Umstand, der nicht unbedingt mit ihrer Loyalitätspflicht vereinbar ist.

      Das Wort Korruption taucht im Zusammenhang mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise immer wieder auf. Aber was verbirgt sich dahinter? Wer lässt wem was zukommen und warum? Der ARTE-Themenabend untersucht zum einen die Veruntreuung von EU-Geldern und zum anderen beschreibt er die Arbeit der international agierenden Gruppe "Network", die sich den Kampf gegen die weltweite Korruption auf ihre Fahnen geschrieben hat.

      In Zeiten der weltweiten Finanzkrise, mit der insbesondere Griechenland, Frankreich, Italien und Island, aber auch Indonesien sowie Länder in Südamerika und Afrika geschlagen sind, ist "Korruption" so etwas wie ein Modewort geworden. Korruption, zu Deutsch Bestechung, geht auf das lateinische Verb "corrumpere: aufblähen, verzerren, verderben" zurück. Die Bestechung einer Person in verantwortlicher Position führt zur Verzerrung der - demokratischen - Verhältnisse. In großem Maßstab oder gar auf Staatsebene kann sie eine ganze Nation ins Verderben stürzen.

      Der ARTE-Themenabend beleuchtet in zwei Dokumentationen die beiden Seiten des Phänomens. Der erste Beitrag untersucht die Veruntreuung von EU-Geldern. Filmemacher Pierre-Emmanuel Luneau-Dorignac beschreibt unter anderem, wie Gelder der Europäischen Union - und dabei handelt es sich um Millionenbeträge - verschwinden und dazu dienen, Geld zu waschen und die italienische Mafia zu ernähren. Die zweite Dokumentation des Abends gibt Einblick in die Arbeit einiger Mitglieder von "Network", einem weltweiten Anti-Korruptionsnetzwerk. Filmemacherin Hege Dehli begleitet Eva Joly, die mit ihrer Organisation der Korruption weltweit den Kampf angesagt hat, sei es zum Beispiel in Nigeria, Italien oder auch England.

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      Dienstag, 01.11.11
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      HD-TV Stereo

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