• 28.05.2018
      01:45 Uhr
      Aus tiefster Seele Fernsehfilm Frankreich 2014 (Une Histoire d'âme) | arte
       

      Eine Frau mittleren Alters, Viktoria. Sie spricht mit sich selbst. Zutiefst einsam, streift sie durch das mittlerweile leer geräumte Haus, in dem sie ihre Kindheit, Jugend und ihr Eheleben verbracht hat. An diesem Ort kommen viele verschiedene Erinnerungen in ihr hoch. Viktoria durchlebt jeden Abschnitt ihres Lebens noch einmal intensiv und vergegenwärtigt zurückliegende Gefühlszustände. Sie erinnert sich, träumt, fantasiert und halluziniert. Sie lässt ihren Ehemann Alfred, ihre Mutter, ihren Vater und ihre Freunde wieder aufleben.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 28.05.18
      01:45 - 03:10 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Eine Frau mittleren Alters, Viktoria. Sie spricht mit sich selbst. Zutiefst einsam, streift sie durch das mittlerweile leer geräumte Haus, in dem sie ihre Kindheit, Jugend und ihr Eheleben verbracht hat. An diesem Ort kommen viele verschiedene Erinnerungen in ihr hoch. Viktoria durchlebt jeden Abschnitt ihres Lebens noch einmal intensiv und vergegenwärtigt zurückliegende Gefühlszustände. Sie erinnert sich, träumt, fantasiert und halluziniert. Sie lässt ihren Ehemann Alfred, ihre Mutter, ihren Vater und ihre Freunde wieder aufleben.

       

      „Aus tiefster Seele“ spricht diese Frau mittleren Alters namens Viktoria: Sie zieht Bilanz über ihr Leben und die Männer darin. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie, ist die Tochter eines Bischofs und Gattin eines untreuen Ehemanns.

      Zu sich selbst sprechend streift sie durch das mittlerweile leerstehende Haus, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hat. Dabei lässt sie ihre längst verstorbenen Familienmitglieder wieder zum Leben auferstehen. Ihrem Ehemann gegenüber enthüllt sie ihre intimsten Gedanken und Fantasien. Sie vertraut sich einem unsichtbaren Publikum an und berichtet ihm von ihren glücklichsten und traurigsten Momenten. Hat sie sich je frei entfalten können? Je selbstbestimmte Entscheidungen getroffen?

      Ganz klar und eindeutig spricht Viktoria sukzessive ihr Sexualleben an. Sie erzählt von ihrer Mutter, die ihr keine Liebe gezeigt hat, von ihrem Vater, der von seiner Tochter wiederum zu viel Liebe verlangt hat, und darüber hinaus von den auf sie gerichteten urteilenden Blicken der anderen. Immer verzweifelter versucht sie, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und den Schein zu wahren. Zwischen Depression und Hysterie, Höhenflug und Todeswunsch will sie der Einsamkeit entkommen.

      Viktoria trägt ihre Seele im Gesicht, und ihr Gesicht ist wie eine Landschaft. So kann sie problemlos von Rolle zu Rolle wechseln. Ihre multiplen Persönlichkeiten sind das Spiegelbild ihrer Emotionen. In all ihren Identitäten gibt sich Viktoria völlig unbefangen.

      Bénédicte Acolas setzt „Aus tiefster Seele“, das zunächst als surrealistisches Theaterstück („Eine Seelenangelegenheit“) nach einem Text von Ingmar Bergmann dramatisiert wurde, in eine eindringliche und prominent besetzte filmische Inszenierung um. Das Porträt der Viktoria im Alter von Mitte 40 ist eine Reflexion von angesammelten Erinnerungen und Sehnsüchten aus der Vergangenheit. Acolas kehrt die Emotionen und die innere Welt Viktorias nach außen.

      Bénédicte Acolas ist Theaterregisseurin und Dramaturgin. 2006 erteilte ihr die Ingmar-Bergman-Stiftung die Aufführungsrechte an dem Theaterstück „Die entblößte Seele“. 2014 war sie die Erste, die das vom Meisterregisseur Bergmann nicht selbst realisierte Werk verfilmte. Die nicht nur in Frankreich weitbekannte Schauspielerin Sophie Marceau („LOL - Laughing Out Loud" 2008, „James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug“ 1999, „La Boum - Die Fete“ 1980) spielt die Rolle der Viktoria. Für „La Boum 2 - Die Fete geht weiter“ (1982) erhielt die auch als Regisseurin arbeitende Schauspielerin 1983 den César als beste Nachwuchsdarstellerin.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 28.05.18
      01:45 - 03:10 Uhr (85 Min.)
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