• 27.05.2018
      05:05 Uhr
      Als die Impressionisten Japan entdecken Dokumentation Frankreich 2017 | arte
       

      Ab 1853 öffnet sich Japan dem Westen. Zahlreiche Kunstgegenstände und Holzschnitte finden ihren Weg nach Europa. Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde Europas erliegen dieser einen Leidenschaft: dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst hat; von der Malerei bis zum Kunstgewerbe, von der Oper bis zum Tanztheater. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt nach.

      Sonntag, 27.05.18
      05:05 - 05:55 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Ab 1853 öffnet sich Japan dem Westen. Zahlreiche Kunstgegenstände und Holzschnitte finden ihren Weg nach Europa. Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde Europas erliegen dieser einen Leidenschaft: dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst hat; von der Malerei bis zum Kunstgewerbe, von der Oper bis zum Tanztheater. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt nach.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jerôme Lambert
      Philippe Picard

      200 Jahre lang hatte sich Japan abgeschottet, doch 1853 erzwingen amerikanische Kriegsschiffe die wirtschaftliche Öffnung des Landes. Es ist Reisenden wie Guimet, Duret, Cernuschi oder den Goncourt-Brüdern zu verdanken, dass Porzellan, Kunstobjekte und Farbholzschnitte den Weg nach Europa finden. Auf den Weltausstellungen in London und Paris stoßen die exotischen Werke auf großes Interesse und begeistern auch Künstler wie Manet, Degas, Whistler, Monet oder Van Gogh, die dem strengen Akademismus entfliehen wollen.

      Die Impressionisten und später die künstlerische Avantgarde erliegen dem Japonismus. Es dauert nicht einmal 50 Jahre, bis die Strömung alle Künste erfasst und eine ästhetische Revolution auslöst, die mit der Renaissance vergleichbar ist. Der Japonismus wird zum Gesellschaftsphänomen. Anhand der schriftlichen Zeugnisse von Autoren, Galeristen, Kritikern, Sammlern und Malern wird deutlich, wie stark die japanische Kunst bedeutende westliche Werke der damaligen Zeit beeinflusste.

      Für die visuelle Umsetzung der Dokumentation wurde ein ungewöhnlicher Ansatz gewählt: Schattenfiguren werden mit Illustrationen, zeitgenössischen Gemälden, Holzschnitten, Fotografien, Zeichnungen und Originalaufnahmen kombiniert. 150 Jahre nach Beginn der Meiji-Periode im Jahr 1868 spürt der Film den Verbindungen zwischen Japan und der westlichen Welt sowie der damaligen Öffnung des Kaiserreiches nach.

      ARTE zeigt die Sendung anlässlich der Ausstellung „Japonismes/Impressionnismes“, die vom 30. März bis 15. Juli 2018 im Musée des impressionnismes Giverny in der Normandie zu sehen ist. Unter dem Titel „Im Japanfieber. Von Monet bis Manga“ ist die Schau auch in Deutschland zu sehen - ab 26. August 2018 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen.

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