• 20.05.2018
      17:20 Uhr
      Divino#Inferno Auguste Rodin und sein Höllentor | arte
       

      Zwischen Mythos und Moderne: „Das Höllentor“ (1880-1917) ist ohne Zweifel das Lebenswerk des Bildhauers Auguste Rodin. 37 Jahre dauerte die Fertigstellung der monumentalen Bronzeskulptur, die sechs Meter hoch ist und mehr als 200 Figuren enthält. Das revolutionäre Werk, das in seiner endgültigen Fassung erst posthum am Ort seiner Bestimmung aufgestellt werden konnte, kann wie eine Art Tagebuch gelesen werden: Es war für Rodin ein künstlerisches Versuchslabor, in dem die Ursprünge anderer Meisterwerke wie „Der Kuss“ und „Der Denker“ verankert sind.

      Sonntag, 20.05.18
      17:20 - 18:25 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

      Zwischen Mythos und Moderne: „Das Höllentor“ (1880-1917) ist ohne Zweifel das Lebenswerk des Bildhauers Auguste Rodin. 37 Jahre dauerte die Fertigstellung der monumentalen Bronzeskulptur, die sechs Meter hoch ist und mehr als 200 Figuren enthält. Das revolutionäre Werk, das in seiner endgültigen Fassung erst posthum am Ort seiner Bestimmung aufgestellt werden konnte, kann wie eine Art Tagebuch gelesen werden: Es war für Rodin ein künstlerisches Versuchslabor, in dem die Ursprünge anderer Meisterwerke wie „Der Kuss“ und „Der Denker“ verankert sind.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Bruno Aveillan

      „Das Höllentor“ von Auguste Rodin gehört zu den berühmtesten Meisterwerken der modernen Kunst: In der Dokumentation erzählt der Regisseur Bruno Aveillan, der selbst Bildhauer ist, die faszinierende Geschichte der geschichtsträchtigen Skulptur. Zusammen mit der Schriftstellerin Zoé Balthus schildert er minutiös den Entstehungsprozess des mutigen Werks und liefert gleichzeitig ein Porträt seines visionären Schöpfers. Rodins heimliche Liebschaft mit der deutlich jüngeren Bildhauerin Camille Claudel, die ihn bei der Erschaffung des Werks unterstützte, ging in die Bildwelt des Höllentors ein.

      1880 wurde das Werk für das Musée des Arts décoratifs vom französischen Staat in Auftrag gegeben. Rodin legte Wert auf den Ausdruck: Dem Bildhauer-Genie ging es bei der Assemblage an Skulpturen um die Darstellung einer Vielfalt von Posen, von Geste und Bewegung. Fehlende Gliedmaßen erhob er zum Stilmittel, ein radikaler Schritt in der Kunstgeschichte. Seinen Schaffensprozess begleitete er Etappe für Etappe mit einem damals äußerst modernen Mittel, einem Fotoapparat. Eine der wichtigsten Vorlagen waren Dantes „Göttliche Komödie“, die Rodin immer bei sich trug und die ihn seit seiner Jugend faszinierte, sowie Charles Baudelaires „Die Blumen des Bösen“.

      Mit zeitgenössischen Künstlern wie Mircea Cantor lässt die Dokumentation Rodins „Höllentor“, das Bildhauerei, Tanz, Poesie und Literatur auf einzigartige Art und Weise miteinander verband, lebendig werden. In eindrucksvollen Bildern folgt der Film den Höhen und Tiefen, die die Entstehung des Werkes begleiteten. Rodin erscheint als Pionier, der die Kunst aus ihrer akademischen Erstarrung befreite und so den Weg für die Moderne ebnete.

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      Sonntag, 20.05.18
      17:20 - 18:25 Uhr (65 Min.)
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      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.10.2020