• 21.08.2011
      21:45 Uhr
      Liebte der Osten anders? Sex im geteilten Deutschland - Thema: Let's Talk about Sex | arte
       

      Als sich im November 1989 der Eiserne Vorhang öffnete und sich die 40 Jahre lang getrennten Deutschen wieder begegneten, traten in fast allen Lebensbereichen unterschiedliche Verhaltensweisen zutage - auch im Sexualleben.

      Sonntag, 21.08.11
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Als sich im November 1989 der Eiserne Vorhang öffnete und sich die 40 Jahre lang getrennten Deutschen wieder begegneten, traten in fast allen Lebensbereichen unterschiedliche Verhaltensweisen zutage - auch im Sexualleben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie André Meier

      Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Ausgangsbedingungen für die Deutschen in Ost und West gleich. Sie waren kulturell auf einer Ebene, teilten dieselbe Lebensart und dieselben Moralvorstellungen. Vier Jahrzehnte später jedoch hatte sich alles verändert. 40 Jahre Trennung haben vielerorts Spuren hinterlassen - auch in deutschen Schlafzimmern.

      Im November 1989 fällt die Mauer, und die Brüder und Schwestern aus Ost und West erkennen sich kaum wieder. Nun schlägt die Stunde der Soziologen, sie vermessen - streng wissenschaftlich - auch alles, was mit deutsch-deutschem Sex zu tun hat.

      Demnach schien die Diktatur der Libido keineswegs abträglich gewesen zu sein, im Gegenteil. Wenigstens im Bett, so die Statistik, waren die Kommunisten die Sieger. Wie war das möglich? Hatte der Westen nicht alles getan, um die Lust seiner Bürger zu steigern? Gab es nicht an jeder Ecke und für jedermann Sex im Überfluss? Lag es am Einfluss der Kirche, oder war es der Wohlstand, der träge machte? Klappte es im Osten besser, weil die Frauen eigenes Geld verdienten, weil Ablenkung spärlich war und man nur im Bett Zuflucht vor dem Staat fand? Die Dokumentation sucht nach Antworten auf diese Fragen.

      "Let's Talk about Sex":

      Trotz aller Vorwürfe, sexistisch oder gar pornografisch zu sein: Das sogenannte Herrenmagazin "Playboy" und dessen Gründer Hugh Hefner haben definitiv zur Enttabuisierung der Sexualität beigetragen. Der Themenabend stellt den inzwischen weit über 80-jährigen Hefner in einem umfangreichen Porträt vor. Gleichzeitig wirft er einen Blick in die Vergangenheit und zeigt, dass das Leben jenseits des Eisernen Vorhangs alles andere als prüde war.

      Der amerikanische Verleger Hugh Hefner und das von ihm gegründete Monatsheft "Playboy", früher gerne euphemistisch Herrenmagazin genannt, stehen seit mehr als einem halben Jahrhundert für Blondinen, Bunnies, Busen. Und der alte Herr kann es auch im Alter von 85 Jahren nicht lassen; tröstet er sich doch gerade mit dem nächsten Bunny, nachdem seine Verlobte Crystal Harris einer Ehe mit ihm eine Absage erteilt hat, wie diverse bunte Blätter berichten.

      Der Themenabend zeigt ein umfassendes Porträt des "Playboy"-Erfinders und Chefredakteurs, der bei aller Lächerlichkeit, der er sich heute in Reality-Shows und andernorts preisgibt, unbestritten zu denjenigen gehört, die der Welt den Weg in eine freie und unverklemmte Sexualität geebnet haben.
      Doch auch jenseits des Eisernen Vorhangs, fern von amerikanischen Hochglanz-Centerfolds - den berühmten Aufklappfotos - regte sich einiges im Bett. Bei aller Piefigkeit, der die DDR sonst bezichtigt wird, Sex spielte dort eine wichtige Rolle. Und obwohl Pornografie geradezu als Ausbund westlicher Dekadenz galt, gab es sie auch im Arbeiter- und Bauernstaat, wie eine Dokumentation des Themenabends beweist.

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      Sonntag, 21.08.11
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

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