• 18.05.2018
      05:00 Uhr
      Last Work Tanzvorführung Frankreich 2017 | arte
       

      Sie gilt als eine der außergewöhnlichsten zeitgenössischen Tanzkompanien: die Batsheva Dance Company. Ihr Leiter, der israelische Choreograph Ohad Naharin, bringt zusammen mit den Tänzern sein jüngstes Werk „Last Work“ auf die Bühne des Pariser Théâtre National de Chaillot. Auf Grundlage des von Naharin selbst entwickelten Tanzstils namens Gaga geht es bei dem Stück um die Suche nach der Bewegung als wichtigste und emotionalste menschliche Ausdrucksform. Das engagierte, sehr aktuelle Werk bleibt dabei bewusst rätselhaft.

      Freitag, 18.05.18
      05:00 - 06:15 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Sie gilt als eine der außergewöhnlichsten zeitgenössischen Tanzkompanien: die Batsheva Dance Company. Ihr Leiter, der israelische Choreograph Ohad Naharin, bringt zusammen mit den Tänzern sein jüngstes Werk „Last Work“ auf die Bühne des Pariser Théâtre National de Chaillot. Auf Grundlage des von Naharin selbst entwickelten Tanzstils namens Gaga geht es bei dem Stück um die Suche nach der Bewegung als wichtigste und emotionalste menschliche Ausdrucksform. Das engagierte, sehr aktuelle Werk bleibt dabei bewusst rätselhaft.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Tommy Pascal
      Musik Grischa Lichtenberger
      Dolmetscher Zohar Shoef
      Bildregie Avi Yona Bueno
      Kostüm Eri Nakamura
      Choreographie Ohad Naharin
      Sonstige Mitwirkung Maxim Warratt
      Inszenierung Batsheva Dance Company

      Der israelische Tänzer und Choreograph Ohad Naharin bringt seine jüngste Choreographie „Last Work“ mit den Tänzern der Batsheva Dance Company auf die Bühne des Pariser Théâtre National de Chaillot - uraufgeführt wurde das Werk im Mai 2015 in Tel Aviv. Einmal mehr fesselt dieses Genie des zeitgenössischen Tanzes die Zuschauer mit einer faszinierenden Mischung aus Bewegung, Musik, Raum, Licht und Klang.

      Im Hintergrund läuft eine Frau wie hypnotisiert von Osten nach Westen, ohne vorwärts zu kommen. Aus mal langsam fließenden, mal abrupten Bewegungen entsteht eine unglaublich dichte Choreographie, die von der ganzen Bühne Besitz ergreift. Naharin und seinen Tänzern geht es dabei um die tänzerische Umsetzung eines scheinbar unendlichen Spektrums von Gefühlen und Empfindungen.
      Wie im Selbstlauf entfalten die Tänzerinnen und Tänzer ihre Virtuosität, die jedoch nie demonstrativ wirkt. Als Gaga Dance bezeichnet Naharin die unglaublich flexiblen, aber kontrollierten Verrenkungen ihrer Körper, bei denen die Tänzer auch die schwachen Teile ihres Körpers wahrnehmen sollen. Das engagierte, sehr aktuelle Werk bleibt ganz bewusst rätselhaft, indem es sich jenseits eines vertrauten Tanzvokabulars bewegt.

      Die Batsheva Dance Company wurde 1964 von Baronesse Bethsabée (Batsheva) de Rothschild und der Choreographin Martha Graham gegründet. Ohad Naharin wurde im Jahr 1990 künstlerischer Leiter des Ensembles. „Last Work“ war 2015 Teil des Eröffnungsabends des Internationalen Tanzfestivals Dresden im Festspielhaus Hellerau.

      • Schwerpunkt: Lasst uns tanzen!

      Im April steht das ARTE-Programm ganz im Zeichen des Tanzes, mit zahlreichen Stücken unter der Leitung eminenter Choreographen, von Maurice Béjart bis John Neumeier, von Angelin Preljocaj bis Ohad Naharin. Außerdem entdeckt die luxemburgische Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda in der Dokumentationsreihe „Move!“ zahlreiche Facetten und Themen des zeitgenössischen Tanzes.

      Maurice Béjart, mit bürgerlichem Namen Maurice-Jean Berger, befreite das klassische Ballett von Tutu und klassizistischem Beiwerk. Seine Umsetzungen von Pierre Henrys konkreter Musik oder von so populären Stücken wie dem „Boléro“ von Ravel oder Strawinskys „Sacre du printemps“ brachten ein breites Publikum zum Ballett. Die jungen Wilden der 68er waren begeistert und strömten in seine Aufführungen in Brüssel und später in Lausanne. ARTE widmet dem Tanzrevolutionär ein filmisches Porträt und zeigt seine getanzte Fassung von Beethovens 9. Symphonie.

      Hamburgs langjähriger Ballettdirektor John Neumeier erzählt in „Nijinsky“ die tragische Geschichte des legendären Tänzers der Ballets Russes, jener Truppe, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Pariser Ballett-Szene aufmischte. Waslaw Nijinsky wurde von Sergej Djagilew, dem Gründer und Leiter der Ballets Russes, entdeckt und zum Star gemacht. Doch seine Geschichte endet tragisch, er erlitt 1919 einen Nervenzusammenbruch und verbrachte den Rest seines Lebens in psychiatrischen Anstalten.

      Angelin Preljocaj hat sich für sein Stück „La Fresque - Das Fresko“ von einem Märchen aus dem alten China inspirieren lassen. Es geht um ein Wandgemälde, das eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf einen Besucher ausübt: Er verliebt sich unsterblich in eine der darauf dargestellten Frauen. Die Geschichte steht für die Beziehung zwischen der Realität und ihrer Repräsentation in der Kunst, doch auch Platons Höhlengleichnis klingt in ihr an.

      Und zu guter Letzt zeigt ARTE ein Stück des gefeierten israelischen Choreographen Ohad Naharin. Mit seinen Tänzern der Truppe Batsheva Dance Company lotet er in „Last Work“ den eigenen Körper und dessen Bewegungsmuster aus, jenseits der Grammatik des klassischen Tanzes.

      Dazu gibt es „Move!“, eine Dokumentationsreihe über den Tanz, diese universelle Sprache, die dem Menschen innewohnt. Das tänzerische Multitalent Sylvia Camarda entdeckt für ARTE die Aktualität und die Relevanz der Tanz- und Bewegungssprache, findet die Kunst im Alltag und das Alltägliche im Tanz.

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      Freitag, 18.05.18
      05:00 - 06:15 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.09.2018