• 08.07.2011
      01:35 Uhr
      Die Hölle Spiekfilm Frankreich 1993 (L'enfer) | arte
       

      Paul hat eine hübsche junge Frau, einen kleinen Sohn und ein wunderbar laufendes Hotel im Süden Frankreichs. Doch er traut seinem Glück nicht. Seine junge Frau Nelly scheint ihn zu betrügen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 08.07.11
      01:35 - 03:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      HD-TV Stereo

      Paul hat eine hübsche junge Frau, einen kleinen Sohn und ein wunderbar laufendes Hotel im Süden Frankreichs. Doch er traut seinem Glück nicht. Seine junge Frau Nelly scheint ihn zu betrügen.

       

      Durch Stress im Hotel kann er nicht schlafen und steigert sich in Wahnvorstellungen hinein, die seine Eifersucht immer mehr verstärken ...

      Das Leben könnte so schön sein: Paul und Nelly sind frisch verheiratet, ihr Hotel im Süden Frankreichs läuft gut, ihr kleiner Sohn entwickelt sich prächtig. Doch Paul leidet an Schlaflosigkeit durch Stress, schluckt Schlaftabletten, ist überarbeitet, fühlt sich beklommen und spricht mit sich selbst. Seine junge Frau Nelly dagegen ist unbekümmert und genießt den Sommer. Ihre kleinen Flirts mit Männern legt Paul in seiner Eifersucht als Seitensprünge aus.

      Er steigert sich in eine fixe Idee hinein: Nelly betrügt ihn. Paul folgt ihr heimlich und scheint tatsächlich Beweise für seine Einbildungen zu finden. Er glaubt an eine Affäre zwischen ihr und dem Automechaniker Martineau. Bei einer Filmvorführung eines Gastes im Hotel sieht Paul statt der harmlosen Urlaubsbilder, die gezeigt werden, eine laszive Nelly, die mit Martineau anbandelt. Seine Wahnvorstellungen werden immer schlimmer. Mit Wutausbrüchen vergrault er die Gäste, nur Nelly bleibt noch bei ihm, obwohl er zum prügelnden Ehemann wird. Er hat keine Kontrolle mehr über sich und seine Fantasien werden immer absurder. Schließlich kann er nicht mehr zwischen Realität und seinen Visionen unterscheiden, sperrt seine Frau ein, gibt ihr Schlaftabletten und fesselt sie ans Bett. Seine Wahnvorstellungen werden zu Mordfantasien ...

      Bereits 1964 sollte die Geschichte mit Romy Schneider und Serge Reggiani von Henri-Georges Clouzot verfilmt werden. Doch auf Grund von Krankheitsfällen wurde das Projekt für fast 30 Jahre auf Eis gelegt.
      Claude Chabrol nahm sich schließlich des Stoffes an. Der Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler wurde 1930 geboren und starb im September 2010. Er war einer der wichtigsten Regisseure der Nouvelle Vague und ist vor allem für seine Filme über die französische Bourgeoisie bekannt, die er mit kritischem Blick betrachtete. Sein großes Idol war Alfred Hitchcock, sodass seine Filme nicht nur sozialkritisch sind, sondern oftmals auch auf ironisch-distanzierte Weise das Abgründige der Gesellschaft aufzeigen.
      Chabrol studierte Literaturwissenschaften und fing nach seinem Abschluss zwei weitere Studien in Pharmazie und Jura an, bevor er sich dem Film zuwandte. 1956 verfasste er zusammen mit Eric Rohmer die erste Monografie über Hitchcock. Er war bereits Ende der 50er Jahre Filmkritiker bei den "Cahiers du Cinéma" und gründete 1958 seine eigene Produktionsfirma (AJYM). Sein erster Film, dem zahlreiche weitere folgten, war "Die Enttäuschten" (1958). Seine jüngsten, internationalen Erfolge feierte er mit "Geheime Staatsaffären" (2006), "Die zweigeteilte Frau" (2007) und "Kommissar Bellamy" (2009).

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 08.07.11
      01:35 - 03:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
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