• 21.02.2011
      02:45 Uhr
      Die Nachrichten Fernsehfilm Deutschland 2005 | arte
       

      Mitte der 90er Jahre. Jan Landers hat es geschafft: Er ist Nachrichtensprecher in Hamburg. Aufgewachsen in Ostberlin, hat er in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Doch plötzlich scheint ihn seine DDR-Vergangenheit einzuholen.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 21.02.11
      02:45 - 04:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Mitte der 90er Jahre. Jan Landers hat es geschafft: Er ist Nachrichtensprecher in Hamburg. Aufgewachsen in Ostberlin, hat er in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Doch plötzlich scheint ihn seine DDR-Vergangenheit einzuholen.

       

      "Die Nachrichten" erzählt die Geschichte des Hamburger Nachrichtensprechers Jan Landers. Endlich im Westen angekommen, holt ihn der Osten ein. Das Gerücht, er habe für die Stasi gearbeitet, stellt alles infrage. Aufgewachsenen in Ost-Berlin, hat er in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Vom Wetterfrosch eines Lokalsenders zu dem Mann, der jeden Abend die Nachrichten liest. Und wenn es nach seinem Chef geht, soll er bald befördert werden. Fünf Jahre nach der Wende - so weit hat es in der Medienbranche noch kein Ostdeutscher gebracht! Auch privat könnte es nicht besser laufen: Jan Landers plant den Umzug in eine repräsentative Wohnung. Und er lernt Margarethe kennen, die Frau seines Lebens. Keine schlechte Partie, denn Margarethe stammt aus einer der reichsten Hamburger Familien, ist Tochter des Brauereibesitzers Johannes Beer. So gehört Landers zu denen, von denen man sagt, dass sie es geschafft haben. Bis zu dem Moment, wo das Blatt sich wendet:
      Doris Theyssen, Journalistin beim "Spiegel", bekommt den Auftrag, einen Artikel über "Erfolgreiche Ossis" zu schreiben. Sie ruft ihren guten Freund Bernhard Blöger an, der in Berlin die Gauck-Behörde leitet. Routinemäßig wird eine Anfrage an alle Außenstellen geschickt. Auf der Liste mit den Namen von Sportlern, Schauspielern und Geschäftsleuten findet sich nun auch der Name Landers.

      Durch Zufall findet sich der Hinweis auf einer Karteikarte mit dem IM-Decknamen "Pankow". Damit beginnt für Thomas Raschke und Doris Theyssen ein Wettlauf um mögliche Akten, um vage Gerüchte und die bessere Geschichte. Bald ist ein angeblicher Führungsoffizier gefunden: Carsten Zelewski, der heute zurückgezogen in einer Neubausiedlung in Neubrandenburg lebt. Ein paar Tage später wird Jan Landers vom Sender genommen.

      Landers ist sich keiner Schuld bewusst. Er kann sich nicht erinnern, jemals für die Stasi gearbeitet zu haben. Warum aber gibt es eine Karteikarte mit seinem Namen? Jene Karteikarte ist mittlerweile im Besitz von Journalist Raschke. Eine zugehörige Akte findet sich nicht. Doch Raschke reicht es für die Neubrandenburger Wochenausgabe.

      Währenddessen setzt Doris Theyssen auf den ehemaligen Führungsoffizier Zelewski. Sie bietet Geld gegen Information, träumt von der großen Titelgeschichte im Hamburger Magazin. Auch Landers kommt nach Neubrandenburg, um Gewissheit zu bekommen. Als er Carsten Zelewski ausfindig macht, erfährt er die ganze Wahrheit ...

      • Jan Josef Liefers

      1964 in Dresden geboren, war 1997 in Helmut Dietls "Rossini" und in Thomas Jahns "Knockin' on Heaven's Door" zu sehen. Für Ersteren wurde er 1997 mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. 1999 führte er zum ersten Mal Regie in der Produktion "Jack's Baby", für die er auch die Musik schrieb. Für Regie und schauspielerische Leistung in diesem Film erhielt er den Bayerischen Fernsehpreis. Auch in "Die Frauenversteher - Männer unter sich" (2002) fungierte Liefers als Regisseur, Hauptdarsteller und Musiker in Personalunion. Für den WDR-Tatort aus Münster spielt er seit 2002 Professor Karl-Friedrich Boerne, einen etwas skurrilen Gerichtsmediziner und Forensiker. Für die Folge "Der dunkle Fleck" (2002) wurde er 2003 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert, den er im darauffolgenden Jahr - neben einem Bambi - für seine Darstellung in Kaspar Heidelbachs TV-Zweiteiler "Das Wunder von Lengede" gewann. 2006 sah man Jan Josef Liefers in "Die Sturmflut" (Regie: Jorgo Papavassiliou), "Nachtschicht - Der Ausbruch" (Regie: Lars Becker) und in "Der Untergang der Pamir" (Regie: Kaspar Heidelbach). An der Seite von Julia Jentsch wurde er in "Frühstück mit einer Unbekannten" (2007) besetzt. Er stand unter anderen für "Max Minsky und ich" (2007), "Bis zum Ellenbogen" (2007), "Der Baader Meinhof Komplex" (2008) und "Die Spätzünder" (2010) vor der Kamera.

      • Matti Geschonneck machte sich seit seinem Studium der Filmregie am Eisenstein-Institut in Moskau als eigenwilliger Fernsehregisseur, der vorwiegend spannende Psychodramen mit genauen Milieuschilderungen und Charakterstudien drehte, einen Namen.

      Seine erste Produktion, "Angst hat eine kalte Hand", für die er den Baden-Badener Fernsehpreis erhielt, war 1996 zu sehen. 1998 folgte "Der Rosenmörder" und im selben Jahr "Reise in die Nacht", für den er den Internationalen Fernsehpreis von Shanghai bekam. Im Jahre 2001 folgten "Späte Rache" und "Jenseits der Liebe". Ein Jahr später führte er für "Die Mutter" und "Wer liebt, hat Recht" Regie. Für ersteren bekam er 2003 den Bayerischen Filmpreis. 2005 folgte "Mord am Meer" und ein Jahr später "Silberhochzeit" und "Die Tote vom Deich". Für "Die Nachrichten" erhielt er den Deutschen, den Bayerischen und den Baden-Badener Fernsehpreis sowie den Adolf-Grimme-Preis. Es folgten Filme wie "Zeit zu leben" (2007), "Todsünde" (2008), "Entführt" (2009), "Boxhagener Platz" (2010) und "Tod in Istanbul - Jeder hat seinen Preis" (2010).

      Wird geladen...
      Nacht von Sonntag auf Montag, 21.02.11
      02:45 - 04:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 12.11.2019