• 20.02.2011
      13:30 Uhr
      Philosophie Engagement | arte
       

      Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven spricht mit der Philosophiedozentin Judith Revel über die Frage des Engagements, wobei er die Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen verbindet.

      Sonntag, 20.02.11
      13:30 - 14:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven spricht mit der Philosophiedozentin Judith Revel über die Frage des Engagements, wobei er die Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen verbindet.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Philippe Truffault
      Gast Judith Revel

      Sich nicht zu engagieren ist auch ein Engagement. Was heißt das? Für die Zeit zwischen Geburt und Tod ist der Mensch unwiderruflich in die Welt geworfen und kann ihr nicht entfliehen. Nirgends gibt es ein dauerhaftes Refugium, das einen vor der Welt schützt, und der Tod ist das Schicksal aller. So gleichgültig man auch sein mag, man kann sich nicht der Verantwortung entziehen. Das Engagement ist die Entscheidung dessen, der entdeckt, dass er keine andere Wahl hat. Man kann sich also nicht nicht engagieren. Ist das wirklich so?
      Diese Frage stellt Raphaël Enthoven in der heutigen Sendung der Philosophiedozentin Judith Revel. Die beiden nähern sich dieser Frage unter anderem am Beispiel der Gedanken Nietzsches, der Feststellungen Blaise Pascals als auch anhand eines Werbeplakats der französischen Armee. Reflektiert das eigene Engagement die eigene Sichtweise der Realität?

      Judith Revel absolvierte die École normale supérieure in Fontenay-Saint-Cloud mit der Agrégation in Philosophie, promovierte in Geschichte des Gegenwartsdenkens, spezialisierte sich auf das französische zeitgenössische Denken und hat unter anderem über Michel Foucault gearbeitet. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien ist Judith Revel jetzt Dozentin an der Sorbonne (Paris I). Gegenwärtig entwickelt sie verschiedene Thesen zur Theoretisierung des Politischen vor und nach 1968 sowie, zur Notwendigkeit, die politischen Begriffe der Moderne neu zu formulieren.
      Veröffentlichungen: "Qui a peur de la banlieue?" (Paris, Bayard, 2008); Mitherausgabe und Beitrag zum Sammelband "Les mots et les choses. Regards critiques 1966-1968" (Presses universitaires de Caen/IMEC 2009).

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      Sonntag, 20.02.11
      13:30 - 14:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.11.2019