• 20.02.2011
      01:45 Uhr
      Der Masseur Spielfilm Philippinen 2005 (Masahista) - Berlinale 2011 | arte
       

      Der 20-jährige Iliac arbeitet als Masseur in einem Massagesalon in Manila, auf den Philippinen. Sexuelle Begegnungen mit den Kunden sind hier an der Tagesordnung und gegen Aufpreis zu haben.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 20.02.11
      01:45 - 03:05 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo

      Der 20-jährige Iliac arbeitet als Masseur in einem Massagesalon in Manila, auf den Philippinen. Sexuelle Begegnungen mit den Kunden sind hier an der Tagesordnung und gegen Aufpreis zu haben.

       

      Iliac ist 20 Jahre alt und arbeitet in einem philippinischen Massagesalon. Dort können sich gestresste Männer nach Feierabend von ihrer Arbeit erholen und sich von feinfühligen Knabenhänden durchkneten lassen. Dabei bleibt es nicht ausschließlich bei Massagen. Gegen Aufpreis werden auch die sexuellen Bedürfnisse der Kunden befriedigt.
      Iliacs Familie weiß nur wenig über die Tätigkeit des 20-Jährigen und verschließt die Augen. Sie ist auf das Geld angewiesen, um über die Runden zu kommen, da der Vater seit langer Zeit dem Alkohol verfallen ist.

      Iliacs Freundin hingegen, die selbst im Rotlichtmilieu tätig ist, hat wenig Verständnis für die Arbeit ihres Freundes und kocht regelmäßig vor Eifersucht. Vor allem, seitdem ein anhänglicher Stammkunde Iliacs Dienste immer wieder in Anspruch nimmt und sich weigert, von einem anderen Jungen massiert zu werden.

      Nach dem Tod des Vaters kehrt Iliac in das Dorf seiner Familie zurück. Während der Vorbereitungen zur Beerdigung beginnt er über sein Leben und seine Arbeit nachzudenken ...

      Drehbuch nach einer Geschichte von Ferdinand Lapuz

      Der 1960 in San Fernando auf den Philippinen geborene Brillante Mendoza war zunächst als Production Designer und Werbefilmer tätig. Seit 2005 führt Mendoza Regie und hat seitdem zehn Filme auf die Leinwand gebracht - Filme, die sich mit dem alltäglichen Leben der Philippinos auseinandersetzen und das mühselige Leben der Unterschicht beschreiben. Dabei verzichtet Mendoza weitgehend auf melodramatische Momente des Populärkinos und widmet sich der akribischen Beobachtung sowie atmosphärischen Details, um die Botschaft seiner Filme zu transportieren.
      "Der Masseur" ist eine ungeschliffen daherkommende Low-Budget-Videoproduktion, die sich mit der prekären Lebenssituation eines jungen Mannes auf den Philippinen beschäftigt. Einem jungen Masseur, der täglich mit der Doppelmoral eines Landes konfrontiert wird, das zwischen Prostitutionsverbot und einer dennoch florierenden Bordellszene steht.

      Die Parallelmontage zwischen Massagesalon und der bevorstehenden Beerdigung des Vaters sowie Rückblenden aus der Vergangenheit ermöglichen dem Zuschauer einen tiefen Einblick in das Seelenleben der jungen Hauptfigur.
      Mendoza verzichtet auch in "Der Masseur" auf die im klassischen Erzählkino üblichen Idealisierungen. Seine intensive und direkte Darstellung der philippinischen Bordellszene löst beim Zuschauer Emotionen wie Mitleid, Schock und Furcht aus.

      Brillante Mendozas Regiedebüt "Der Masseur" gewann 2005 überraschend den Goldenen Leoparden des Internationalen Filmfestivals von Locarno. Für seinen Film "Kinatay" wurde Mendoza 2009 in Cannes 2009 für die beste Regie ausgezeichnet. Des internationalen Erfolgs zum Trotz werden seine Filme in seinem Heimatland nicht von einem breiten Publikum wahrgenommen.

      Brillante Mendozas "Der Masseur" ist Teil der ARTE-Reihe "Schwul-lesbisches Kino" zum 25. Geburtstag des "Teddy Awards", der während der Berlinale vergeben wird.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 20.02.11
      01:45 - 03:05 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.06.2020