• 19.02.2011
      21:40 Uhr
      Auf ewig und einen Tag (2/2) Fernsehfilm Deutschland 2006 | arte
       

      Um sich Gewissheit über den Verbleib seines Freundes Gregor zu verschaffen, reist Jan nach dem 11. September nach New York.

      Samstag, 19.02.11
      21:40 - 23:10 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Um sich Gewissheit über den Verbleib seines Freundes Gregor zu verschaffen, reist Jan nach dem 11. September nach New York.

       

      Stab und Besetzung

      Jan Ottmann Heino Ferch
      Gregor Luckner Fritz Karl
      Elsa Veltlin Claudia Michelsen
      Paula Schmitt Martina Gedeck
      Jan Ottmann jung Enno Hesse
      Gregor Luckner jung Ludwig Trepte
      Elsa Veltlin jung Anja Knauer
      Gregors Vater Henry Hübchen
      Gregors Mutter Juliane Köhler
      Jans Mutter Anna Schudt
      Regie Markus Imboden
      Drehbuch Christian Jeltsch
      Kostüm Natascha Curtius-Noss
      Kamera Jo Heim
      Musik Annette Focks
      Produktion Dieter Ulrich Aselmann
      Robert Marciniak
      Schnitt Ueli Christen
      Spezialperson Quirin Böhm
      Michael Vetter

      Eine Freundschafts- und Liebesgeschichte von zwei Männern und zwei Frauen; sie wird erzählt vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund der letzten 25 Jahre. Der 11. September 2001, der Anschlag auf das World Trade Center, bildet den zentralen Spannungsbogen.

      Um sich Gewissheit über den Verbleib seines Freundes Gregor zu verschaffen, reist Jan nach dem 11. September nach New York. Der Geschäftspartner, mit dem Gregor verabredet war, ist gefunden worden und liegt im Koma. Weil es keinerlei Lebenszeichen von Gregor gibt, wird er für tot erklärt. Jan wird von seinen Erinnerungen aus der Vergangenheit eingeholt:

      In Zeiten der "New Economy", in den 90er Jahren, verlassen Jan und Gregor Deutschland und gehen nach New York. Dort folgen die große Desillusionierung und ein entbehrungsreiches Leben mit viel Selbstbetrug. Gregor nimmt Kokain. Der Druck, es dem Vater zu zeigen, ist übermächtig. Die Beziehung von Gregor und Elsa, die in Deutschland als Journalistin Karriere macht, geht in die Brüche, als sie ihn in New York besucht. Doch die Freunde sind zäh und einfallsreich. Zu dem langersehnten Erfolg tragen Geschäfte amerikanischer Firmen im wiedervereinigten Deutschland bei.

      Inmitten von Big Apple trifft sich Jan immer mal wieder mit Paula, deren Traum, Modeschöpferin zu werden, sich nicht erfüllen will. Doch dann, nach unzähligen Männergeschichten, findet Paula endlich zu sich und damit zu Jan, der sie schon lange liebt. Aus der Chaotin wird eine ruhige, starke und liebevolle Frau. Gregor aber hat jedes Maß verloren. Es gelingt ihm, mit dubiosen Manipulationen die mittlerweile börsennotierte Firma seines Vaters zu kaufen und den Vater zu entmachten.

      Die frustrierende Suche nach Anerkennung ist in den Wunsch nach Vergeltung umgeschlagen. Aber Gregor wird offiziell angeklagt und verliert sein gesamtes Vermögen. Jan bewahrt den Freund vor einer Gefängnisstrafe und holt ihn zurück nach Deutschland.

      Dort trifft Gregor endlich Elsa wieder. Sie lieben sich noch immer, und noch immer ist nicht klar, was daraus werden kann. Dann gibt Jan dem Freund eine Rehabilitationschance: Gregor soll für Jans Firma einen wichtigen Termin wahrnehmen, am 11. September, in einem oberen Stockwerk des World Trade Centers.

      München, November 2001. Jan leidet, denn er fühlt sich für den Tod von Gregor verantwortlich. Die Trauer um den Verlust des Freundes schlägt sich auf die Beziehung zu Paula nieder. Als Paula ihr Kind zur Welt bringt, gelingt es Jan nicht, sich seiner Familie zuzuwenden.

      Im Frühjahr 2002 bricht Jan zu einer letzten Reise nach New York auf. Gregors Geschäftspartner ist aus dem Koma erwacht. Jan erhofft sich endlich Klarheit über das Schicksal seines Freundes ...

      Christian Jeltsch ist seit 1990 freier Autor für Rundfunk und Fernsehen.

      Er schrieb das Buch zur BR-Tragikomödie "Einer geht noch" (2000; Regie: Vivian Naefe). Hierfür bekam er den Adolf Grimme Preis und den Bayerischen Fernsehpreis, für "Rote Glut" (ZDF/ARTE; 1999, Regie: Mark Schlichter) den Bayerischen Fernsehpreis und für den BR-POLIZEIRUF 110 "Gelobtes Land" den Marler Fernsehpreis für Menschenrechte. 2004 erhielt Christian Jeltsch den Hessischen Film- und Kinopreis für sein Drehbuch zu "Auf ewig und einen Tag".

      Markus Imboden ist seit 1986 freischaffender Filmregisseur und Drehbuchautor. Nach seinem Regiedebüt "Moviestar" (1986) drehte er zahlreiche Fernsehproduktionen, etwa für die Serien "Polizeiruf 110" oder "Bella Block". In Deutschland ist Imboden besonders durch seine Filme "Frau Rettich, die Czerni und ich" (1998), seine modernisierte "Heidi"-Verfilmung (2001) und den TV-Film "Hunger nach Leben" (2004) über die Schriftstellerin Brigitte Reimann "Der Tote in der Mauer" (2008) und "Mörder auf Amrum" (2009) bekannt.

      Heino Ferch, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler, wurde am Salzburger Mozarteum ausgebildet. Er spielte unter anderem in "Das Leben ist eine Baustelle" (1997), "Comedian Harmonists" (1997), "Lola rennt" (1998), "Das Wunder von Lengede" (2003) und "Der Untergang" (2004). Zuletzt war er unter anderem in "Vincent will Meer" (2010) und "Spuren des Bösen" (2010) zu sehen.

      Fritz Karl besucht am Beginn seiner Karriere das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Seit dem Jahre 2000 konzentriert er sich auf Film- und Fernsehproduktionen. Filme, bei denen Fritz Karl mitwirkt, sind "Clarissa" (1997), "Der weiße Afrikaner" (2004), "Rosa Roth - Im Namen des Vaters" (2005) und zuletzt "Papa und Mama" (2006).
      Claudia Michelsen absolvierte eine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anfang der 90er Jahre ist sie in "Deutschland Neu(n) Null" (1991) von Jean-Luc Godard zu sehen. Neuere Produktionen mit Claudia Michelsen sind "Der Tunnel" (1999), "Napola - Elite für den Führer" (2004), "Maria an Callas" (2005) und "Die wilden Kerle 3" (2006).

      Martina Gedeck ist eine der ausdruckvollsten deutschen Film- und Fernsehdarstellerinnen der Gegenwart. 2002 erhält sie bereits zum zweiten Mal den Deutschen Filmpreis - einmal für darstellerische Leistungen und einmal als beste Hauptdarstellerin. Sie spielt in zahlreichen Filmen wie zum Beispiel "Der bewegte Mann" (1994), "Das Leben ist eine Baustelle" (1996), "Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" (1997), "Frau Rettich, die Czerni und ich" (1998), "Bella Martha" (2001). Zuletzt im Kino zu sehen war sie in "Der Baader Meinhof Komplex" (2008) und "Jud Süss - Film ohne Gewissen" (2010).

      ARTE strahlt diesen Film auch in einer untertitelten Fassung für Hörgeschädigte aus.

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      Samstag, 19.02.11
      21:40 - 23:10 Uhr (90 Min.)
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