• 19.02.2011
      02:10 Uhr
      Schwule Mütter ohne Nerven Spielfilm Spanien 2005 (Reinas) - Berlinale 2011 | arte
       

      Bei den Vorbereitungen zur ersten homosexuellen Massenhochzeit lernen sich die Mütter und Väter dreier heiratswilliger Paare in Madrid kennen.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 19.02.11
      02:10 - 03:55 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo HD-TV

      Bei den Vorbereitungen zur ersten homosexuellen Massenhochzeit lernen sich die Mütter und Väter dreier heiratswilliger Paare in Madrid kennen.

       

      "Schwule Mütter ohne Nerven" ist die Geschichte von sechs Söhnen, fünf Müttern und einem Vater und den Ereignissen, die am Wochenende vor der ersten Schwulen-Massentrauung in Spanien stattfinden. Aber wer sind diese Personen eigentlich?
      Ofelia, eine rassige Argentinierin, hat ihren Job in Buenos Aires geschmissen, kommt nach Spanien und nistet sich in der Wohnung ihres Sohnes Oscar ein, die dieser mit seinem Verlobten Miguel teilt. Miguel ist alles andere als begeistert, und als Ofelias Hund den antiken Teppich bepinkelt, entbrennt der erste große Streit.
      Miguels Mutter Magda ist Inhaberin des Hotels, in welchem die Hochzeit gefeiert werden soll. Magda ist vor allem Geschäftsfrau und weiß aus der Hochzeit ein lukratives Geschäft zu schlagen. Gestört werden die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten nur vom Hotelkoch, der zugleich Magdas Liebhaber ist. Dieser nutzt den Medienrummel rund um das Großevent, um gemeinsam mit dem gesamten Hotelpersonal für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken.
      Nuria, Mutter von Bräutigam Narciso, hat ein Problem: Sie kann einfach nicht die Finger von Männern lassen. Dass sie sich aber ausgerechnet an Hugo, den Verlobten ihres Sohnes Narciso heranschmeißt, konnte nun wirklich niemand ahnen. Als Narciso dahinter kommt, verfällt er in eine tiefe Depression und fragt sich, ob er Hugo jemals vergeben kann.
      Hugos Mutter Helena ist Richterin und soll die Paare trauen. Ausgesucht hat sie sich diese Aufgabe nicht, aber da ihr eigener Sohn unter den Brautleuten ist, wurde sie vom Stadtrat dazu gedrängt.
      Die schöne Reyes ist reich und zudem Single. Dass sich ihr Sohn Rafa ausgerechnet mit dem Sohn ihres Gärtners verlobt hat, passt gar nicht in ihr Weltbild. Notgedrungen kommen sich die Eltern näher und landen kurz darauf im Bett.
      Außerdem stellen ein Polizist, ein Räuber, ein entlaufener Hund, eine Frau im Bademantel, ein Herzinfarkt, ein versehentlich abgefeuerter Schuss, ein Psychotherapeut und eine Junggesellenabschiedsparty das Leben im Hotel auf den Kopf.

      "Schwule Mütter ohne Nerven" ist eine amüsante Komödie über gleichgeschlechtliche Liebe und die Probleme, die mit einer bevorstehenden Trauung einhergehen, ob homo oder hetero. Dabei legt Manuel Gómez Pereira den Fokus der Handlung auf die zwischenmenschlichen Probleme der Protagonisten, während er das Thema der Homosexualität als alltägliche und nicht zu hinterfragende Gegebenheit darstellt. Die schwungvolle, durch zahlreiche Zeitsprünge und Parallelmontagen verdichtete Handlung gleicht dabei einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
      Der Film kann als eine Hommage an den spanischen Altmeister Pedro Almodóvar verstanden werden; Sujet und Inszenierung, selbst der Titel erinnern an sein Werk. Außerdem spielen gleich drei seiner Stammschauspielerinnen (Verónica Forqué, Carmen Maura, Marisa Paredes) Hauptrollen in dem Film.
      Der 1953 in Madrid geborenen Manuel Gómez Pereira arbeitete zuerst fürs Fernsehen, bevor er sich später dem Kino widmete. Sein Debütfilm "Salsa Rosa" (1991) war ein großer Erfolg in Spanien und spätestens seit "Zwischen Deinen Beinen" (1999) ist er auch weit über die Iberische Halbinsel hinaus als süffisanter Analytiker erotischer Beziehungen bekannt.
      Manuel Gómez Pereira "Schwule Mütter ohne Nerven" ist Teil der ARTE-Reihe "Schwul- lesbisches Kino" zum 25. Geburtstag des "Teddy Awards", der während der Berlinale vergeben wird.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 19.02.11
      02:10 - 03:55 Uhr (105 Min.)
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