• 15.11.2010
      08:00 Uhr
      Daniel Hope spielt Mendelssohn Aufzeichnung von 2007 | arte
       

      Felix Mendelssohns Violinkonzert in neuer Form: Der Stargeiger Daniel Hope entdeckte das Meisterwerk in der Urfassung und bringt es hier, zusammen mit dem Schwedischen Radio-Symphonieorchester unter der Leitung von Daniel Harding, zu Gehör.

      Montag, 15.11.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Felix Mendelssohns Violinkonzert in neuer Form: Der Stargeiger Daniel Hope entdeckte das Meisterwerk in der Urfassung und bringt es hier, zusammen mit dem Schwedischen Radio-Symphonieorchester unter der Leitung von Daniel Harding, zu Gehör.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Gösta Courkamp
      Sonstige Mitwirkung Daniel Hope
      Dirigent Daniel Harding
      Orchester Schwedisches Radiosinfonieorchester

      So hat man es noch selten gehört: Daniel Hope, herausragender Geiger der jüngeren Generation, spielt Mendelssohns berühmtes Violinkonzert in seiner Urfassung. "Das Violinkonzert hat alles, was ein Geiger sich wünschen kann: Schöne Melodien, Virtuosität und Leichtigkeit und den romantischen Kampf der Geige gegen das Orchester", so Daniel Hope. Vor einiger Zeit entdeckte der gebürtige Südafrikaner die Urfassung dieses Werks, das bislang nur in der auf solistischen Effekt getrimmten späteren Bearbeitung Mendelssohns bekannt war. "Die Urfassung ermöglicht eine weit größere emotionale Tiefe des Spiels", freut sich der Geiger, der vom Schwedischen Radio-Symphonieorchester unter Leitung von Daniel Harding unterstützt wird.
      "Man weiß nie, was der brillante Geiger Daniel Hope als nächstes tun wird", schrieb einst die "New York Times". Tatsächlich: Zu Hopes musikalischen Partnern gehörten bislang unter anderem der Schauspieler Klaus Maria Brandauer, indische Sitar- und Tabla-Spieler oder auch Stewart Copeland, Schlagzeuger der Band The Police.
      Doch neues musikalisches Terrain lässt sich auch innerhalb der klassischen Musik erobern, wie Hope mit Mendelssohns Violinkonzert zeigt. Es war das erste Konzert, das Hope als Kind je live hörte und später dann das Stück, mit dem er sein Konzertdebüt gab. Umso erstaunter war Hope, als er vor wenigen Jahren unvermutet auf die Urfassung dieses absoluten Klassikers unter den Violinkonzerten stieß. Sie unterscheidet sich vor allen Dingen in den Solopassagen von der bekannten Fassung, die, dem Verlangen des Publikums nach, effektvoller Virtuosität folgend, von Mendelssohn einst in Zusammenarbeit mit dem damaligen Solisten umgeschrieben wurde. Die Urfassung ist schwieriger zu spielen, und ihr weit größerer Farbenreichtum erschließt sich möglicherweise nicht gleich - es sei denn, ein Geiger von der Statur Hopes nimmt sich ihrer an. Herausragend in der Verbindung von Virtuosität, analytischer Durchdringung und emotionaler Darbietung ist Hope gleichsam die Idealbesetzung dieses Stückes.
      Der Film fängt die lebendige Atmosphäre bei den Proben ein, zeigt die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniel Harding und das Violinkonzert selbst in ganzer Länge. Ein Ausflug nach Berlin, ans Grab von Mendelssohn, und zwei von Hope für Geige und Klavier transkribierte Lieder Mendelssohns runden den Film ab.

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      Montag, 15.11.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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