• 26.08.2010
      06:00 Uhr
      Menahem Pressler und Gautier Capuçon in Verbier Schumann, Brahms | arte
       

      In der heutigen Aufzeichnung werden Menahem Pressler, Salvatore Accardo, Antoine Tamestit und Gautier Capuçon gezeigt.

      Donnerstag, 26.08.10
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      In der heutigen Aufzeichnung werden Menahem Pressler, Salvatore Accardo, Antoine Tamestit und Gautier Capuçon gezeigt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Myriam Hoyer

      Der große Pianist Menahem Pressler liefert in Begleitung von Salvatore Accardo (Geige), Antoine Tamestit (Bratsche) und Gautier Capuçon (Cello) eine virtuose Interpretation des Klavierquartetts in Es-Dur op. 47 von Schumann - einem Komponisten, für den der Musiker ein Faible hat, wie er im selben Programm in einem Kurzinterview sagt. Anschließend interpretiert das Quartett das Andante des Klavierkonzertes Nr. 3 c-Moll op. 60 von Brahms.

      Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg als Sohn eines jüdischen Textilhändlers geboren und floh 1939 mit seiner Familie nach Palästina. Dort erhielt er professionellen Klavierunterricht. Mit dem Gewinn des Debussy-Piano-Wettbewerbs in San Francisco begann seine Karriere als Solist. Seit 1955 lebt Pressler in Bloomington, Indiana. Im selben Jahr gründete er das weltweit über 50 Jahre führende Klaviertriplett "Beaux Arts Trio", das 2008 aufgelöst wurde. Pressler ist Professor an der Indiana University Music School und weiterhin als Solist tätig. Mit dem Beaux Arts Trio hat er mehr als 50 Schallplattenaufnahmen eingespielt, als Solokünstler über 30 Aufnahmen.
      Salvatore Accardo erblickte1941 in Turin das Licht der Welt; er arbeitet als Violinist und Dirigent. Er studierte bei Luigi d'Ambrosio in den 50er Jahren zunächst am Konservatorium von Neapel, anschließend bildete er sich bei Yvonne Astruc an der Accademia Musicale Chigiana in Siena weiter. Im Alter von 13 Jahren hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt mit Paganinis Capricci. 1955 gewann er den internationalen Wettbewerb von Vercelli, zahlreiche Auszeichnungen folgten ebenso wie eine Solistenkarriere mit ausgedehnten Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika. 1968 gründete er in Turin das Orchestra da Camera Italiana; 1972 bis 1977 war er Konzertmeister des Kammerorchesters I Musici, 1973 bis 1980 unterrichtete er der Accademia Musicale Chigiana. Er rief die "Settimane Musicali Internazionali" in Neapel sowie das "Cremona String Festival" ins Leben und war 1986 einer der Errichter der Walter Stauffer Academy in Cremona. 1987 arbeitete er erstmals als Dirigent. 1992 gründete er das Accardo Quartet, 1996 kam es zu einer Neugründung des "Orchestra da Camera Italiana", das sich nunmehr aus den besten Absolventen der Walter Stauffer Academy zusammensetzt. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart. Hohes Ansehen genießt er besonders für seine Interpretationen der Werke Paganinis und Bachs sowie zeitgenössischer Komponisten.
      Antoine Tamestit wurde 1979 in Paris geboren und studierte bei Jean Sulem am Pariser Conservatoire, an der Yale University (USA) bei Jesse Levine und dem Tokyo String Quartet sowie bei Tabea Zimmermann in Berlin. Er wurde mit den wichtigsten internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt im Januar 2008 mit dem Credit Suisse Young Artist Award 2008. Mit dieser Ehrung verbunden war ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti im Rahmen des Lucerne Festivals im September 2008. Innerhalb weniger Jahre ist er zu einem der gefragtesten Solisten seines Instruments geworden. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischen Werken. Das besondere Interesse für die Musik unserer Zeit hat zu Begegnungen mit vielen Komponisten geführt sowie zu diversen Uraufführungen und Ersteinspielungen zeitgenössischer Werke. Seit Oktober 2007 ist Antoine Tamestit Professor an der Kölner Hochschule für Musik.
      Gautier Capuçon, Violincellist und Kammermusiker, erblickte 1981 in Chambéry, Savoie, das Licht der Welt. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Renaud durchlief er verschiedene Musikkonservatorien, darunter die berühmte Pariser Schule. Ebenfalls spielte er beim l'Orchestre des Jeunes de la Communauté Européenne mit. Auftritte mit Größen wie Isaac Stern, Shlomo Mintz und Heinrich Schiff, später unter Pierre Boulez, Seiji Ozawa oder Claudio Abbado machten ihn berühmt. 2004 erhielt er den Echo Klassik als bester Nachwuchskünstler, drei Jahre später den Echo Klassik für die "Kammermusik-Einspielung des Jahres für Ensemble des 20./21. Jahrhunderts".

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      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
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