• 09.03.2010
      14:00 Uhr
      Wildes Südamerika (2/6) Fluss ohne Grenzen - Dokumentarfilm GB 2000 | arte
       

      Der zweite Teil berichtet vom Überleben im gewaltigen Flusssystem des Amazonas, des größten Flusses der Welt. Die Tiere dieser Regenwaldregion sind nicht zuletzt deshalb extrem anpassungsfähig, weil es häufig zu Überschwemmungen kommt.

      Dienstag, 09.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der zweite Teil berichtet vom Überleben im gewaltigen Flusssystem des Amazonas, des größten Flusses der Welt. Die Tiere dieser Regenwaldregion sind nicht zuletzt deshalb extrem anpassungsfähig, weil es häufig zu Überschwemmungen kommt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Huw Cordey

      Der Amazonas ist der größte Fluss der Welt und führt ein Fünftel des gesamten Süßwassers der Erde. Jedes Jahr treten die zahllosen Flussarme über die Ufer und überfluten die Wälder. Dabei versinkt ein Gebiet von der Größe Englands im Wasser. Während der Trockenperiode verlassen Tausende von Riesenflussschildkröten, die größten Süßwasserschildkröten der Welt, das Wasser, um im Sand der Flussufer ihre Eier abzulegen. Im niedrigen Wasser werden Fische leichte Beute für Raubtiere wie Riesenotter und Mohrenkaiman.
      Die in den dunklen Wassern der großen Flussarme lebenden Tiere haben ganz eigene Methoden entwickelt, um sich zu orientieren. So wird der brasilianische Vampirfisch Candiru, ein Parasit, bereits durch winzige Blutspuren im Wasser zu seinem Wirt geführt. Zitterfische verständigen sich durch elektrische Impulse, und die Zitteraale betäuben ihre Beute mit Stromstößen von bis zu 400 Volt.
      Fällt in den Ausläufern der Berge und im Regenwald Amazoniens Regen und schmilzt in den Anden der Schnee, schwellen die Flüsse an. Damit setzen starke Veränderungen ein. Bäume stehen beiderseits der Hauptflüsse kilometerweit bis zu neun Meter tief im Wasser. Doch noch, bevor die Wälder sich mit Wasser füllen, beginnt eine seltsame Wanderbewegung der Bodenlebewesen - hinauf in die Baumkronen. Um im überfluteten Wald zu überleben, muss man entweder schwimmen oder klettern können - oder beides. Ameisen treiben in Kolonien auf dem Wasser. Amazonasdelfine, die sich mit Hilfe von Schallwellen zwischen den Ästen der versunkenen Bäume orientieren, folgen ihren Beutefischen. Rotgesichtige Uakari-Affen verzehren in den trockenen Baumwipfeln Früchte und unten im Wasser fressen die Fische zwischen jenen Ästen, durch die einst Vögel flogen.
      Trotz der Überschwemmungen leben das ganze Jahr über Menschen in der Regenwaldregion des Amazonas. Auch sie müssen sich der Umwelt anpassen. So errichten sie sogar ihre Gemüsegärten auf Stelzen, nicht nur ihre Häuser und Ställe.

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      Dienstag, 09.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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