• 12.03.2010
      16:55 Uhr
      Geisha Die Blume der Dämmerung - Dokumentation Japan 2004 | arte
       

      In Kyoto gibt es noch etwa 250 Geishas. Romain Guélat ermöglicht einen Einblick in die sonst verschlossene Welt dieser jungen Frauen, die in einer modernen Welt althergebrachte Regeln und Bräuche pflegen und einen umstrittenen Beruf ausüben.

      Freitag, 12.03.10
      16:55 - 17:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In Kyoto gibt es noch etwa 250 Geishas. Romain Guélat ermöglicht einen Einblick in die sonst verschlossene Welt dieser jungen Frauen, die in einer modernen Welt althergebrachte Regeln und Bräuche pflegen und einen umstrittenen Beruf ausüben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Romain Guélat

      Die Welt der Geishas war zu keiner Zeit frei zugänglich, was viel zu Legenden, Vorurteilen und Missverständnissen beigetragen hat. Als Edelprostituierte verleumdet, als verkleidete Gesellschaftspuppe herabgewürdigt - der Beruf der Geisha ist nach wie vor rätselhaft und umstritten.
      250 Geishas leben noch in den alten Vierteln Kyotos, doch ihre Zahl nimmt ab. Das Leben der jungen Frauen ist bestimmt von althergebrachten Regeln und Bräuchen. Aus ganz Japan reisen die fast ausschließlich männlichen Gäste in die ehemalige Kaiserstadt, um einige Stunden in dieser zeitlosen Welt zu verbringen. Zugang bekommt aber nur, wer eine Empfehlung oder Einladung vorweisen kann - Geld darf dabei keine Rolle spielen. Doch wer hierher kommt, zahlt den hohen Preis gerne, sind diese Abende doch etwas ganz Besonderes. Die jungen Frauen üben sich jahrelang in Tanz und Gesang und vervollkommnen sich in der Kunst der Teezubereitung.
      Geishas leben in einer Hausgemeinschaft. Hier hat die Hausmutter, die Okasan, das Sagen. Mineko Iwasaki war erst fünf Jahre alt, als sie in die Obhut ihrer Okasan kam. Die für ihren anmutigen Tanz bekannte Schönheit inspirierte Arthur Golden zu seinem Roman "Die Geisha". Mineko Iwasaki ist aber nicht erst seit der Hollywood-Verfilmung des Romans weltbekannt, sondern auch wegen ihrer illustren Gäste: Bei ihr haben die Großen dieser Welt gespeist.
      Die große Zeit der Geishas liegt jedoch schon lange zurück. Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts war der Beruf sehr begehrt. Nachdem die Traditionen in den vergangen Jahren der Modernisierung zum Opfer gefallen sind, beginnt nun langsam wieder eine Rückbesinnung. Heute sind Geishas unabhängige Frauen, die mit ihrem Talent und den richtigen Beziehungen sehr gut leben können. Den Platz der reichen Gönner - und nicht selten auch Liebhaber - nehmen heute oft Sponsoren aus der Wirtschaft ein.
      Der Filmemacher Romain Guélat hat das älteste und traditionsreichste Viertel Kyotos, Gion-Kobu, besucht. Ihm haben sich die sonst verschlossenen Türen dieser weiblichen Welt geöffnet. Der Zuschauer erhält Einblick in die exotische Welt der traditionellen Teehäuser und zeigt junge Frauen, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne wagen

      Wird geladen...
      Freitag, 12.03.10
      16:55 - 17:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.10.2019