• 12.03.2010
      08:00 Uhr
      Metropolis Moderation: Anja Höfer | arte
       

      Themen u.a.:

      • Das pulsierende Kunstzentrum an der Spree - Französische Künstler entdecken Berlin
      • Echt Plastik! Wie ein Kunst-Stoff unseren Planeten überzieht
      • Laseranzüge und elektrische Rocksäume - Der Shootingstar des Designs Moritz Waldemeyer

      Freitag, 12.03.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen u.a.:

      • Das pulsierende Kunstzentrum an der Spree - Französische Künstler entdecken Berlin
      • Echt Plastik! Wie ein Kunst-Stoff unseren Planeten überzieht
      • Laseranzüge und elektrische Rocksäume - Der Shootingstar des Designs Moritz Waldemeyer

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Anja Höfer
      • Die Pornofizierung unserer Gesellschaft - Myrthe Hilkens und ihr Buch "McSex"
      • Eine Amerikanerin singt französische Chansons - Stacey Kent und ihr neues Album
      • Mit Ei und Schokolade - Der amerikanische Künstler Ed Ruscha in München

      • Das pulsierende Kunstzentrum an der Spree - Französische Künstler entdecken Berlin

      Renaud sprüht gerne Farbe und Zucker auf Leinwände, Olivia bannt städtische Szenen auf Fotos und
      Gaëlle Boucand ist Multimedia-Künstlerin. Nur drei der vielen Franzosen, die sich nicht mehr von Paris, sondern von Berlin inspirieren lassen.
      "Berlin ist eine sehr poetische Stadt. Hier ist noch nichts erstarrt, alles ist in Bewegung - im Gegensatz zu Paris", sagt Olivia Guigue. Auch für Renaud Regnery ist die deutsche Hauptstadt momentan der ideale Ort für junge Künstler, mitten in Kreuzberg hat er sein Studio-Loft.
      Kaum eine andere internationale Stadt ist so offen für experimentelle Kunst. In Szene-Galerien oder temporären Kunsträumen organisieren die Macher ihre Ausstellungen selbst.
      Thierry Noir hat hier eine Galerie samt Restaurant. Er kam bereits vor 30 Jahren nach Berlin, und war damals einer der ersten Mauer-Künstler überhaupt. Heute wird er in der ganzen Welt ausgestellt, aber Berlin bleibt seine künstlerische Heimat.
      "Metropolis" hat sich in der Berliner Kunstszene umgesehen und einige französische Künstler besucht.

      • Echt Plastik! Wie ein Kunst-Stoff unseren Planeten überzieht

      Alles so schön bunt hier! Kunststoffe prägen unseren Alltag weit mehr als jedes andere Material. Über den Reiz von Plastik sowie über die Bedrohung, die es für unsere Gesundheit und das Ökosystem darstellt, hat Regisseur Werner Boote einen Dokumentarfilm gedreht.
      Vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Zahnbürste bis zum Auto. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben Produkte aus Kunststoff nach und nach die Welt erobert.
      Während die Erfindung lange als Segen galt, entwickelte sie sich nach und nach zur Bedrohung für Mensch und Umwelt: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton, und selbst in unserem Blut ist es nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken...
      Werner Boote, dessen Großvater zu den Pionieren der Kunststoffindustrie gehörte, wollte die Problematik so umfassend wie möglich dokumentieren und zeigen, wie sehr es jeden von uns betrifft. "Ich habe viel zum Thema Kunststoff gelesen und zahlreiche Fernsehberichte gesehen, die immer wieder einzelne Aspekte aufgriffen", sagt der 45-jährige Regisseur. "Gewundert hat mich allerdings, dass es keinen Film gibt, der all die Puzzleteile auf den Tisch legt und zusammenfügt."
      Mit "Plastic Planet" hat Werner Boote nun einen umfassenden filmischen Bericht vorgelegt, der - wenn es nach ihm geht - unser Konsumverhalten drastisch verändern wird: "Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken..."

      • Laseranzüge und elektrische Rocksäume - Der Shootingstar des Designs Moritz Waldemeyer

      Er entwirft Kleider, deren Rocksäume sich per Knopfdruck heben lassen, Bühnenanzüge mit eingenähten Laserlämpchen oder Abendroben, auf denen mittels Leuchtdioden eine Blume erblüht. Moritz Waldemeyers innovative Entwürfe sind eine Mischung aus Technologie, Kunst und Design. Er selbst bezeichnet sich schlicht als Tüftler. Die Designbranche feiert den 35-jährigen als überaus kreativen Shootingstar.
      Lötkolben, CNC-Fräse und Computer sind sein Handwerkszeug, sein Atelier hat der gebürtige Deutsche in London. 1995 kam er hierher, um seinen Master als Mechatroniker zu machen. Mittlerweile zählt er Stars wie Bono (U2), Architektin Zaha Hadid oder Designer Ron Arad zu seinen Auftraggebern. Seine revolutionären Ideen konnte er bislang vor allem in der Modebranche verwirklichen, zuletzt ein spektakuläres Bühnenprojekt für FENDI.
      "Metropolis" trifft Moritz Waldemeyer in seinem Londoner Atelier.

      • Mit Ei und Schokolade - Der amerikanische Künstler Ed Ruscha in München

      Er malt auch mal mit Eigelb oder Spinat. Zur Biennale in Venedig lieferte er 1967 Siebdrucke ab, die mit Schokolade bedruckt waren. Die Kunst von Ed Ruscha ist vor allem das Experimentieren mit der Vielzahl künstlerischer Medien. Der kalifornische Maler ist zugleich Buchkünstler und Grafiker, Filmemacher und Fotograf. In seinen Schwarzweiss-Fotografien hat Ed Ruscha skurrile Szenen des amerikanischen Alltags eingefangen, ob einsame Tankstellen an der Route 66 oder leere Parkplätze in der Traumfabrik Hollywood.
      Das Haus der Kunst in München widmet Ed Ruscha nun eine große Retrospektive. Im Mittelpunkt stehen dabei seine Gemälde von den 1950er Jahren bis heute. Oft greift er darin Phänomene der Massenkultur auf, macht Werbeslogans, rätselhafte Wörter, Vergessenes und Weggeworfenes zum Bestandteil seiner Bilder. Doch es geht dem 72-jährigen dabei nicht um Gesellschaftskritik. Er experimentiert ganz einfach. "Ich wollte Bilder machen, aber ich wollte nicht malen", sagt Ed Ruscha. "Metropolis" trifft den amerikanischen Künstler in München.

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      Freitag, 12.03.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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