• 11.03.2010
      14:00 Uhr
      Wildes Südamerika (4/6) Leben am Abgrund | arte
       

      Die Anden, einer der längsten Gebirgszüge der Welt, erstrecken sich über den gesamten südamerikanischen Kontinent, von den Tropen bis zur Subantarktis. Der vierte Teil der Reihe führt den Zuschauer auf eine Reise entlang des gesamten Gebirgszugs.

      Donnerstag, 11.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Anden, einer der längsten Gebirgszüge der Welt, erstrecken sich über den gesamten südamerikanischen Kontinent, von den Tropen bis zur Subantarktis. Der vierte Teil der Reihe führt den Zuschauer auf eine Reise entlang des gesamten Gebirgszugs.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Tim Scoones

      Die Anden sind erdgeschichtlich betrachtet relativ jung. Ihr anhaltendes Wachstum setzt enorme geologische Kräfte frei. Für die dort lebenden Tiere bedeutet das extreme Herausforderungen. Bären, Pumas, Guanakos, Vikunjas, Füchse, Viscachas, Kondore, Flamingos und Kolibris haben einzigartige Strategien gefunden, um in den Anden zu überleben.
      Im Norden der Bergkette erheben sich Vulkane in den tropischen Himmel. Dichte Wälder haben die Berghänge erobert und eine Welt aus steilen Hängen und versteckten Tälern geschaffen. Hier ist der Brillenbär, der einzige Bär Südamerikas, zu Hause. Der Film zeigt, wie eine Bärenmutter ihren Jungen beibringt, sich in dieser komplexen Welt zurechtzufinden. Am Beispiel des Kolibris wird veranschaulicht, wie Tiere und Pflanzen im Lebensraum der Anden voneinander abhängig sind.
      In Richtung Süden öffnet sich die Vulkankette zum Hochplateau Altiplano. In einer Salzwüste finden sich Geysire, kochend heiße Flüsse und Natronseen. Flamingos führen ihre faszinierenden Balztänze in 5.000 Metern Höhe auf, während Vikunjas, Viscachas, großohrige Darwinmäuse und Füchse in kleinen Sumpfoasen um ihr Überleben kämpfen. In dieser Höhe ist die Luft gefährlich dünn, nachts fällt die Temperatur auf 20 Grad unter Null. Sogar Flüsse frieren zeitweise ein. Die Tiere des Altiplano haben daher außergewöhnliche Überlebensstrategien entwickelt. Der hier lebende Kolibri beispielsweise fällt jede Nacht in eine Art Winterschlaf, um der eisigen Kälte zu widerstehen. Im Winter, wenn sogar die Salzseen zufrieren, erreicht der Überlebenskampf eine neue Stufe und zahlreiche Tiere verlassen das Hochplateau.
      Ganz im Süden, in Patagonien, ist der Winter am härtesten. Guanakos, Pumas, Füchse, Kondore und Lappentaucher leben in diesem unbarmherzigen Klima am Rande des Patagonischen Eisschildes, der größten Eisfläche außerhalb der direkten Polarregionen. Dieses Eismeer ist so groß, dass es ganze Bergketten überdeckt und niemals schmilzt. Die hier lebenden Tiere trotzen heftigen Schneestürmen und eisigem Wind mit Orkanböen. Pumas begleiten die Wildherden, jederzeit wachsam und bereit, unvorsichtige Tiere zu reißen. Den Beutezügen der Pumas folgen wiederum Kondore und Füchse. Wie alle anderen kämpfen sie darum, während des kurzen Sommers ihre Jungen zu ernähren. Die eisige Macht der Anden ist allgegenwärtig.
      Mit beeindruckenden Aufnahmen von riesigen Gletschern, die vom Patagonischen Eisschild ins Meer herunterbrechen, endet die Reise und veranschaulicht somit noch einmal die gewaltige Kraft der Berge.

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      Donnerstag, 11.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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