• 11.03.2010
      05:00 Uhr
      ARTE Lounge arte
       

      Classic goes Clubbing: Zu Gast in dieser Ausgabe: die international gefeierte Pianistin Elisabeth Leonskaja, das David Orlowski Trio, Klassik-ECHO-Preisträger 2008, und der herausragende Kontrabassist Nabil Shehata.

      Donnerstag, 11.03.10
      05:00 - 06:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Classic goes Clubbing: Zu Gast in dieser Ausgabe: die international gefeierte Pianistin Elisabeth Leonskaja, das David Orlowski Trio, Klassik-ECHO-Preisträger 2008, und der herausragende Kontrabassist Nabil Shehata.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Hannes Rossacher
      Moderation Oceana
      • Elisabeth Leonskaja

      Sie zählt seit Jahrzehnten zu den großen europäischen Pianistinnen. In einer von medialer Wirkung dominierten Welt bleibt Elisabeth Leonskaja sich und der Musik treu, ganz in der Tradition der großen sowjetischen Musiker wie Swjatoslaw Richter oder David Oistrach, denen es inmitten schwierigster politischer Bedingungen stets um die Quintessenz der Musik ging. Elisabeth Leonskajas Bescheidenheit in Bezug auf die eigene Person ist schon fast legendär. Erlebt man sie auf die Bühne, spürt man jedoch sofort die immense Kraft, die daraus erwächst, wenn Musik zur Lebensaufgabe wird. Geboren in einer russischen Familie in Tiflis, Georgien, galt sie als Wunderkind, das schon mit elf Jahren die ersten Konzerte gab. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter geprägt. Der geniale Pianist erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie nicht allein durch Unterrichten und Beraten, sondern auch indem er sie einlud, etliche Duo-Konzerte mit ihm zu spielen. Ein musikalisches Ereignis! 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden. Ihr sensationeller Auftritt bei den Salzburger Festspielen 1979 markierte den Anfang einer stets wachsenden Konzertkarriere im Westen. Zahlreiche CD-Einspielungen und Auftritte in der ganzen Welt, wie bei den Salzburger Festspielen, und die Zusammenarbeit mit den größten Dirigenten ihrer Zeit und fast allen erstklassigen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern zeugen von ihrer internationalen Anerkennung. Sie ist Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses.

      • Nabil Shehata

      Der 1980 geborene Kontrabassist Nabil Shehata war 2005 der jüngste Musiker bei den Berliner Philharmonikern. Bereits mit neun Jahren erhielt er seinen ersten Kontrabassunterricht. Zu seinem Instrument kam er allerdings durch eine Verwechslung: Als Neunjähriger gefällt ihm in der Abspannmusik eines traurigen Cartoons der E-Bass besonders gut. In der Meinung, dieser Sound käme von einem Kontrabass, fängt er an, dieses Instrument zu lernen. Das sollte sich lohnen, der außerordentlich talentierte Musiker studiert unter anderem in Berlin bei Esko Laine und gewinnt zahlreiche Preise - mit ihm erhält beim ARD-Wettbewerb in München erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs ein Kontrabassist den ersten Preis. Internationale Auszeichnungen, Meisterkurse in Israel und Japan, Solokonzerte mit Partnern wie Daniel Barenboim und Thomas Quasthoff führen ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Sein großes Engagement gilt dem West-Eastern Divan Orchestra, zu dessen langjährigen Mitgliedern er gehört. In den letzten Jahren hat sich der vielseitige Musiker zunehmend auch dem Dirigieren zugewandt. Anregungen und Unterricht erhielt er dabei von Daniel Barenboim, Lawrence Foster und Christian Thielemann.

      • Duel

      Duel bietet Humor auf ganz hohem Niveau! Witzig, furios und wahnsinnig virtuos - die beiden französischen Musiker Laurent Cirade und Paul Staïcu bieten musikalisches Kabarett vom Feinsten. Hier zählen die Töne, laut, leise und frech. In ihrem "Duel" bewegen sich die Künstler stilsicher zwischen Klassik oder Jazz, Tango und Rap. Gesprochen wird kaum, jedenfalls nicht so, dass man die Worte verstehen müsste. In ihrem ebenso komischen wie musikalischen Programm präsentieren der Pianist Paul Staïcu und der Cellist Laurent Cirade mutige Mischungen wie Debussy neben Barry White, Tschaikowski neben rumänischer Folklore und Griegs Klavierkonzert in a-Moll neben Weather Reports "Birdland". Das Piano wird mal eben zur Musikbox, eine Kettensäge zum Cellobogen. Auch in Handschellen und auf dem Rücken liegend spielt "Duel" locker weiter ... Ein übermütiges und unwiderstehliches Zusammentreffen zweier Virtuosen, brillant auf den Tasten und Saiten - und eine Herausforderung für das Zwerchfell.

      • David Orlowsky Trio

      Das David Orlowsky Trio ist ECHO Klassik Preisträger 2008 in der Kategorie "Klassik ohne Grenzen".

      Classic goes Clubbing: Das monatliche Late-Night-Format "ARTE Lounge" aus dem Berliner Technoclub "Maria am Ostbahnhof" bringt frischen Wind in die fest gefügten Rituale der Klassikszene. Neben den Weltstars der Klassik finden Newcomer, Cross-over-Künstler, Tänzer und Performances in der "ARTE Lounge" ihren Platz. Ganz ungezwungen wird dabei die Grenze zwischen E- und U-Musik lustvoll überschritten. Und natürlich versäumt die charismatische Gastgeberin Oceana es nicht, durch ihre eigenen Auftritte in der Lounge starke musikalische Ausrufezeichen zu setzen. Urbanes Clubfeeling und ungezwungene Atmosphäre: "ARTE Lounge" bietet Klassik vom Feinsten, wo und wie man sie nicht unbedingt erwartet.
      Oceana verbindet! Die junge Sängerin verbindet den Soul der 60er Jahre mit modernen Beats und zeitgenössischen Texten. Oceana verbindet Schwarz und Weiß, Funk und Soul, Modern Soul mit Jazz und Pop. Ihre Musik sprüht vor Energie, ist international, authentisch, hat Tiefe und macht Spaß, auch wenn sie dabei manchmal ihre melancholische Seite auslebt. Vielen Künstlern sagt man nach, ihnen wurde die Musik "praktisch in die Wiege gelegt". Ein oft benutzter Spruch, der in vielen Fällen wahrscheinlich gar nicht wirklich zutrifft. Bei Oceana passt der Spruch zu 100 Prozent.
      Oceanas Mutter, eine deutsche Modedesignerin der Haute Couture in Paris war fasziniert von der vielfältigen Pariser Musikszene. So lernte sie bald einen gut aussehenden Musiker aus der französischen Karibik-Kolonie Martinique kennen - Oceanas Vater. Nachdem sie ihre frühe Kindheit in der Stadt der Liebe verbrachte, zog Oceana mit ihrer Mutter in die Nähe von Hamburg, wo sie gemeinsam die nächsten Jahre bei ihren Großeltern lebte. Oft lebten Mutter und Tochter aus dem Koffer, unterwegs zwischen Frankreich und Deutschland, wo Oceanas Vater als Musiker und DJ arbeitete, wenn er nicht auf Tournee durch aller Herren Länder reiste. Da ihre Großeltern gefragte Maler waren, war es für Oceana in jungen Jahren schon normal, ständig von Künstlern, Malern, Musikern und Filmleuten umgeben zu sein. Eines Nachmittags lernte sie den legendären Musiker Maceo Parker kennen, der als Freund des Hauses mit dem Großvater im Garten jammte. Maceo Parker holte sie bei seinen Konzerten immer wieder auf die Bühne, im letzten Jahr gab er ihr sogar einen Solopart bei einem der Konzerte. Parker spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle.
      Sie nahm Ballettunterricht, tanzte durch Ateliers und spielte im Alter von fünf Jahren schon in einem Film des Hamburger Regisseurs Lars Becker mit. Als Teenager bekam sie ein Musikstipendium und hatte ihre erste Gesangsstunde bei der italienischen Sängerin Etta Scollo. Mit 16 Jahren zog sie von zu Hause aus und war die nächsten Jahre ständig unterwegs. Die Kosmopolitin lebte in Paris, Hamburg, London, New York, Los Angeles und einige Zeit auf Martinique. Zurück in Deutschland übernahm sie Videochoreographien für Seeed und Fettes Brot. Beim Soloprojekt von Seeed Frontmann Demba Nabé sang sie im Background. Weitere Bühnenerfahrung sammelte sie auf Tour mit Seeed und Boundzound. Maceo Parker war es dann schließlich im letzen Jahr, der ihr den finalen Anstoß gab, sich endlich um ihre eigene Gesangskarriere zu kümmern. Sie arbeitete zunächst in London an einigen Songs und nahm dann ihr im Mai 2009 erschienenes Debütalbum "Love Supply" schließlich in New York auf.
      Mehr über die "ARTE Lounge" unter: www.arte.tv/artelounge
      Neben der Ausstrahlung im Fernsehen sollten Sie die "ARTE Lounge" im Web nicht verpassen: Unter www.arte.tv/artelounge erfahren Sie mehr über die Künstler, sehen Sie Bonus-Videos und die Schnappschüsse der kanadischen Gastgeberin. Oder Sie sichern sich eine der begehrten Freikarten für die kommenden Aufzeichnung der "ARTE Lounge" in Berlin.

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      Donnerstag, 11.03.10
      05:00 - 06:00 Uhr (60 Min.)
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