• 10.03.2010
      14:00 Uhr
      Wildes Südamerika Sümpfe und Savannen | arte
       

      Südlich des Amazonas-Regenwaldes liegen ausgedehnte Steppenlandschaften. Hier fällt oft ein halbes Jahr lang kein Regen und es herrscht extreme Dürre. Danach wiederum regnet es in Strömen und verwandelt die Region in eine Sumpflandschaft.

      Mittwoch, 10.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Südlich des Amazonas-Regenwaldes liegen ausgedehnte Steppenlandschaften. Hier fällt oft ein halbes Jahr lang kein Regen und es herrscht extreme Dürre. Danach wiederum regnet es in Strömen und verwandelt die Region in eine Sumpflandschaft.

       

      Die großen Ebenen, die sich durch den Süden Brasiliens ziehen, sind ein bemerkenswerter, aber kaum bekannter Lebensraum Südamerikas. Auf über zwei Millionen Quadratkilometern beherbergen hoch gelegene Grassteppen und darin eingebettete Sümpfe ausgefallene Tierarten. Hier leben Jaguare und Anakondas, Wölfe und Kaimane, Ameisenbären und Aras. Sie alle kämpfen ums Überleben in dieser Region der Extreme. Nandus, flugunfähige Laufvögel, grasen Seite an Seite mit Hirschen, Strauße stehen neben Antilopen. Mähnenwölfe und Schakale jagen Mäuse und fressen Wurzeln und Früchte, während Karakaras und Geier das Land von Aas befreien. Daneben bevölkern gepanzerte Gürteltiere, krabbenfressende Füchse, Waldhunde, Schwärme von Halsband-Wehrvögeln und Riesenameisenbären die Savanne.
      Während der Hälfte des Jahres fällt in der Steppe überhaupt kein Regen. Die Trockenheit dörrt die Region aus, die Sümpfe versanden und das Gras der höher gelegenen Ebenen vertrocknet. Blitze lösen verheerende Brände aus, die manchmal tagelang anhalten und Hunderte von Quadratkilometern Grasland vernichten. Doch dann fällt Regen, und eine erstaunliche Verwandlung beginnt. Innerhalb weniger Stunden steht das Wasser zentimeterhoch und die Ebenen werden von sintflutartigen Regenfällen durchweicht. Es entsteht eines der größten jahreszeitlich bedingten Sumpfgebiete der Erde, das Pantanal, das die Größe Frankreichs erreicht. Die so entstandenen Feuchtgebiete ziehen riesige Vogelschwärme an. Sie gehören zu den letzten Rückzugsgebieten der vom Aussterben bedrohten Hyazinth-Aras sowie der Capybaras und Kaimane.
      Während der Trockenzeit, in der die Temperaturen auf 35 Grad Celsius steigen, bilden die Steppenbrände einen harten Kontrast zu den sonst blühenden Landschaften. Nur einige Pflanzen scheinen sich davor schützen zu können: Die hohen Gräser verbrennen, aber frisches Gras sprießt hervor und bietet den Pampashirschen Weidegründe.
      Gepanzerte Gürteltiere graben Erdlöcher, die auch anderen Tierarten Zuflucht bieten. Kaninchen-Eulen nisten in Erdbauten auf dem trockenen Boden. Und in den noch vorhandenen Wasserkanälen mästen sich Otter an Fischen, die sich dort gesammelt haben.
      Die Sümpfe und Grassteppen sind die zwei Gesichter der großen Ebenen Südamerikas.
      Südamerika ist geprägt von sehr unterschiedlichen Landschaftsformen und weist extreme klimatische Bedingungen auf. Außerdem lebt auf dem viertgrößten Kontinent der Erde eine Vielfalt einmaliger Tiere.
      Südlich des Amazonas-Regenwaldes liegen ausgedehnte Steppenlandschaften. Hier fällt oft ein halbes Jahr lang kein Regen und es herrscht extreme Dürre. Danach wiederum regnet es in Strömen und verwandelt die Region in eine Sumpflandschaft. Die Tierwelt dieser Binnenmeere aus Gras und Sumpf steht im Mittelpunkt des dritten Teils der Dokumentationsreihe.

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      Mittwoch, 10.03.10
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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