• 22.02.2010
      04:30 Uhr
      Künstler hautnah Ákos Birkás - Maler | arte
       

      "Künstler hautnah" - das Rendezvous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler gewidmet, die heutige dem 1941 in Budapest geborenen und heute in Ungarn lebenden Maler Ákos Birkás.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 22.02.10
      04:30 - 04:56 Uhr (26 Min.)
      26 Min.
      Stereo

      "Künstler hautnah" - das Rendezvous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler gewidmet, die heutige dem 1941 in Budapest geborenen und heute in Ungarn lebenden Maler Ákos Birkás.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Judith du Pasquier

      Ákos Birkás hyperrealistische Gemälde erinnern ganz augenscheinlich an Pressefotos: Die Dokumentation zeigt Ákos Birkás beim Malen unterschiedlich großer Bilder. Die Realität dieser Gemälde erscheint hier, wie so oft, wenn Malerei ausführlich gefilmt wird, in einem seltsam entrückten Licht. Aber Birkás holt seine Motive tatsächlich aus Zeitschriften. In einer Ecke seines Ateliers stapeln sich Exemplare von "Newsweek", "Time Magazine" und "Nouvel Observateur".
      Bilder, die ihn interessieren, fotokopiert er und ordnet sie thematisch. Mit der Zeit tritt dann das eine oder andere in seiner Wahrnehmung in den Vordergrund und will bearbeitet werden. Seine Werke zeigen zum Beispiel Arbeiter auf einer Ölplattform, einen afrikanischen Jungen mit einer Kalaschnikow oder islamistische Fanatiker bei einer Demonstration mit englischsprachigen Spruchbändern gegen die Demokratie. Obwohl er sich mit gesamtgesellschaftlichen beziehungsweise politischen Problemen auseinandersetzt, ist er ein Maler der Innerlichkeit, einer inneren Welt.
      Er bildet die Wirklichkeit so ab, dass er keine Lösung anbietet und den Betrachter selbst dazu auffordert, das jeweilige Bild selbst zu Ende zu denken. Die Bilder haben einen eine starke emotionale Wirkung, da sie aus dem Unterbewussten schöpfen.
      Um Birkás dokumentarischen Ansatz zu erklären, muss man sich bewusstmachen, dass der Realismus die kulturelle Doktrin in allen osteuropäischen Ländern war. Vor diesem Hintergrund entwickelte er seit den 70er Jahren seine eigene Vorstellung davon, wie man die Realität in der Kunst zeigen soll.

      Der Maler Ákos Birkás interessiert sich für die großen fundamentalen Konflikte in unserer heutigen Welt, wie zum Beispiel den Konflikt zwischen verschiedenen Kulturen, die Probleme der Immigration oder die Frage der Minderheiten. Und er ist überzeugt, dass hinter den meisten großen gesellschaftlichen Spannungen die ungelösten Probleme des persönlichen Lebens stehen. "Künstler hautnah" hat Ákos Birkás in seinem Atelier in Budapest besucht, wo er an fotorealistisch gemalten Bildern arbeitet, die sich zwischen Fotografie, Neorealismus und Pop bewegen.

      Zu Wort kommen in der Sendung der Sammler Laszlo Gerö, der Galerist Bernard Zürcher sowie Péter György, Professor für Kunst- und Medienwissenschaft.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 22.02.10
      04:30 - 04:56 Uhr (26 Min.)
      26 Min.
      Stereo

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