• 14.02.2010
      10:00 Uhr
      Schwarzer Schmetterling Dunhuang Tanz und Staatsballett | arte
       

      Shih-Hsien Chuang lernte klassischen chinesischen Tanz in der Tanzschule seiner Mutter in Taiwan - in Mädchenkleidern. Er ist ein Tänzer zwischen den Welten des klassischen Tanzes, zwischen Fernost und West.

      Sonntag, 14.02.10
      10:00 - 10:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Shih-Hsien Chuang lernte klassischen chinesischen Tanz in der Tanzschule seiner Mutter in Taiwan - in Mädchenkleidern. Er ist ein Tänzer zwischen den Welten des klassischen Tanzes, zwischen Fernost und West.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Helma Sanders-Brahms

      Taiwan ist ein Paradies für Schmetterlinge. Von den 400 Arten, die es weltweit gibt, existieren allein 60 in Taiwan. Als Helma Sanders-Brahms dem jungen Tänzer Shih-Hsien Chuang begegnet, fühlt sie sich an einen Schwarzen Schmetterling erinnert. Doch es sind nicht nur die Farbe des Haares, sein filigranes Äußeres oder das Grazile seiner Bewegungen, die diesen Eindruck hervorrufen. Hinter seiner zuvorkommenden und immer freundlichen Art verbirgt der Tänzer ein Geheimnis, das er zu überspielen versucht.
      Shih-Hsien lernte klassischen chinesischen Tanz in der Tanzschule seiner Mutter - in Mädchenkleidern. "Er wollte immer mit den Mädchen tanzen. Er fühlte sich wohl in ihren Kleidern", sagt Ou Shu Chen, die Mutter. Und auch heute noch liebt es Shih-Hsien, von Kopf bis Fuß geschminkt zu werden und jemand völlig anderes zu sein.
      Nachdem er Taiwan auf der Flucht vor der Einberufung verlassen hat, bekommt er ein Engagement als Tänzer an der Budapester Staatsoper. Freunde hat er in Ungarn zunächst keine. Was bleibt, ist die Kommunikation mit den geliebten Eltern via Internet. Um so mehr freut sich Shih-Hsien, als er seine erste Solorolle tanzt und seine Mutter bei der Premiere zusieht.

      Helma Sanders-Brahms, die bereits für die Regie bei "Shirins Hochzeit", und "Deutschland bleiche Mutter" verantwortlich zeichnete, realisierte den Dokumentarfilm im Jahr 2005.
      Einfühlsam erzählt sie die Geschichte des jungen Tänzers, wie er fern der Heimat, an der Budapester Staatsoper, sich selbst zu finden versucht. Und dessen einziger Fixpunkt die Beziehung zu seinen Eltern über Kontinente hinweg ist.

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      Sonntag, 14.02.10
      10:00 - 10:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

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