• 19.02.2010
      08:00 Uhr
      Metropolis Magazin Deutschland 2010 - Moderation: Anja Höfer | arte
       

      Themen u. a.:

      • Zum 60. Jubiläum - Berlinale revisited
      • Im Gespräch: Dieter Kosslick und Anja Höfer
      • Erika Rabau - Die Fotografin der Filmfestspiele
      • Goldene Ehrenbären - Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase
      • "Die Razzia"/"La Rafle"

      Freitag, 19.02.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen u. a.:

      • Zum 60. Jubiläum - Berlinale revisited
      • Im Gespräch: Dieter Kosslick und Anja Höfer
      • Erika Rabau - Die Fotografin der Filmfestspiele
      • Goldene Ehrenbären - Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase
      • "Die Razzia"/"La Rafle"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Anja Höfer
      • Forum Expanded - Die Berlinale im Flirt mit der Kunst

      • Zum 60. Jubiläum - Berlinale revisited

      Die Berlinale findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt. Aus diesem Anlass befragt "Metropolis" am Roten Teppich die Prominenten nach ihren persönlichen Berlinale-Erlebnissen und Erinnerungen. Spontane Äußerungen im Trubel um die Premiere des Eröffnungsfilm - der Einstieg in eine bunte Sendung ...

      • Im Gespräch: Dieter Kosslick und Anja Höfer

      Seit nunmehr neun Jahren leitet Dieter Kosslick als Direktor die Geschicke der Berlinale. Ihm gelang es, die Internationalen Filmfestspiele von Berlin neben den beiden anderen großen Festivals in Cannes und Venedig als einen Treffpunkt der Stars und als wichtigem Premierenort des großen Kinos zu etablieren.
      Nebenbei verstand es Dieter Kosslick, gerade dem deutschen Film Präsentationsfläche und neue Impulse zu geben, die dem deutschen Kino, seinen Regisseuren und Darstellern wieder weltweite Beachtung einbrachten. Vielleicht ist nun, in der Zeit der globalen Finanzkrise, zum ersten Mal Gewölk über den Glanz seiner "Regentschaft" und der Berlinale aufgezogen. "Metropolis" analysiert mit Dieter Kosslick den Stand der Dinge.

      • Erika Rabau - Die Fotografin der Filmfestspiele

      Von 60 Berlinalen hat sie fast 40 mitgemacht. Die Fotografin Erika Rabau stand dabei immer in der ersten Reihe. Alain Delon hat mal ihr Blitzlicht aufgehoben und James Stewart wollte sogar ihre Kamera kaufen. Sie hat viele Geschichten zu erzählen, ist eine Chronistin der Berlinale mit Kamera. Erika Rabau ist seit 1972 offizielle Berlinale-Fotografin. Sie wurde vom damaligen Berlinale-Chef Alfred Bauer entdeckt und als Festivalfotografin engagiert. Mittlerweile ist sie zum Inventar der Filmfestspiele geworden. 2004 wurde sie sogar selbst mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet, ein Preis für Filmpersönlichkeiten, denen sich die Berlinale verbunden fühlt.
      "Metropolis" begleitet die quirlige, kleine Dame bei ihren Vorbereitungen zu den 60sten Filmfestspielen von Berlin und wirft mit ihr einen persönlichen Blick zurück auf die vergangenen Jahrzehnte.

      • Goldene Ehrenbären - Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase

      Ihr Gesicht kennt jeder, seines nur wenige. Und doch besitzen beide ein überragendes künstlerisches Lebenswerk und haben Filmgeschichte geschrieben, in West und Ost und zuletzt im vereinigten Deutschland: die Schauspielerin Hanna Schygulla und der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase. Sie führte gemeinsam mit dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder in den 70er Jahren den Neuen Deutschen Film zu Triumphen, wurde zu einer Ikone des Autorenfilms und in Amerika gefeiert als "Nachfolgerin der Dietrich". Hanna Schygulla gewann 1979 für ihre Darstellung im Fassbinder-Film "Die Ehe der Maria Braun" den Silbernen Bären der Berlinale.
      1983 wurde sie in Cannes für Ferreris "Die Geschichte der Piera" mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Unter der Regie von Fatih Akin feierte sie zuletzt wieder Erfolge. Wolfgang Kohlhaase hat das Filmschaffen der DEFA geprägt wie kein anderer Filmautor. Mit Regisseuren wie Gerhard Klein, Konrad Wolf und Frank Beyer schuf er vor der Wende unvergessliche Kinofilme, Großstadtepen, die sich am Alltagsleben der Menschen orientierten: "Berlin - Ecke Schönhauser" von 1957 etwa. Die Authentizität seines Erzählstils gab dem DDR-Kino eine neue Tonlage, die auch international Aufsehen erregte. Der Film "Solo Sunny", bei dem Kohlhaase an der Seite von Konrad Wolf Co-Regie führte, lief 1980 erfolgreich auf der Berlinale und brachte der Hauptdarstellerin Renate Krössner einen Silbernen Bären ein. Nach der Wende setzte Kohlhaase seine erfolgreiche Arbeit fort, zuletzt mit dem Regisseur Andreas Dreesen. "Metropolis" hat Wolfgang Kohlhaase und Hanna Schygulla getroffen.

      • "Die Razzia"/"La Rafle"

      Auch bei der Berlinale mit Spannung erwartet: Starkino aus Frankreich, mit Jean Reno, Sylvie Testud und Mélanie Laurent. Zu einem Thema, das auch heute, viele Jahre nach dem Kriegsende, noch das Kinopublikum aufwühlt: Frankreichs Kollaboration während des Krieges mit den Deutschen, die Beihilfe zum Holocaust.
      Ein neuer Spielfilm der Regisseurin Roselyne Bosch über die berüchtigte Razzia des Vel'd'Hiv im Juli 1942 bietet neuen Gesprächsstoff. Ausgeführt wurde die Razzia während der deutschen Besatzung von der französischen Polizei. 13.000 jüdische Einwohner von Paris und Flüchtlinge, davon 4.000 Kinder, wurden in einem Velodrom tagelang eingepfercht und anschließend deportiert.
      "Metropolis" besucht die Regisseurin und spricht mit dem letzten lebenden Augenzeugen, dem damals zehnjährigen Joseph Weismann, der auch im Film auftritt.

      • Forum Expanded - Die Berlinale im Flirt mit der Kunst

      Die Berlinale will auch die Grenzbereiche zwischen Film und anderen Künsten ausloten, Platz schaffen für neue Erzählformen und Experimente. Dafür gibt es jetzt im fünften Jahr das "Forum Expanded", die jüngste Sektion der Berliner Filmfestspiele. Mehr als 40 Film-, Installations- und Performanceprojekte aus 20 Ländern zeigen neue Perspektiven. "Metropolis" stellt den britischen Videokünstler Phil Collins und seine Arbeiten vor. Collins ist in diesem Jahr mit 2 Projekten im Rahmen des "Forum Expanded" vertreten: mit einer Installation in der Temporären Kunsthalle, die aus dem Museumsort ein Autokino macht, und seiner jüngsten Videoarbeit "Soy Mi Madre", die das populäre Genre der Telenovela aufgreift.

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      Freitag, 19.02.10
      08:00 - 08:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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