• 20.02.2010
      00:10 Uhr
      Zwischen Klapperstorch und Retorte Dokumentarfilm Frankreich 2006 | arte
       

      Der in zwei Krankenhäusern in Paris und Brüssel gedrehte Dokumentarfilm gewährt Einblick in eine hoch technisierte Welt. Dabei wird deutlich, dass die Wünsche von Paaren häufig ethische Fragen aufwerfen und der Klinikalltag an Science-Fiction grenzt.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.02.10
      00:10 - 01:25 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

      Der in zwei Krankenhäusern in Paris und Brüssel gedrehte Dokumentarfilm gewährt Einblick in eine hoch technisierte Welt. Dabei wird deutlich, dass die Wünsche von Paaren häufig ethische Fragen aufwerfen und der Klinikalltag an Science-Fiction grenzt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jerome de Missolz

      Noch nie war die von Aldous Huxley prophezeite "Schöne neue Welt" so zum Greifen nahe - eine Welt der Klone und der künstlichen Uteri. Zentrales Thema des Dokumentarfilms ist die vieldiskutierte Eizellspende, oft der letzte Ausweg bei unerfülltem Kinderwunsch. Sie ist das neue Aushängeschild des Pariser Universitätsklinikums Cochin und Gegenstand einer engen französisch-belgischen Kooperation.
      Auf dem Gebiet der Eizellspende ist Belgien Frankreich um etwa zehn Jahre voraus. Um den Rückstand aufzuholen, lassen sich französische Ärzte von belgischen Kollegen fortbilden. In Belgien wird die Eizellspende relativ freizügig gehandhabt. Während in Frankreich die Spende immer anonym erfolgt - Spenderin und Empfängerin kennen sich nicht - ist in Belgien auch die nicht-anonyme Eizellspende erlaubt. Eine Frau kann zum Beispiel ihre Schwester, Mutter oder eine Freundin als Spenderin bestimmen. Daher lassen sich viele französische Paare, die eine nicht-anonyme Spende wünschen, in Belgien behandeln. Im Gegensatz zu Frankreich werden auch Anfragen von alleinstehenden Frauen und Homosexuellen berücksichtigt. In bestimmten Fällen ist auch die Präimplantationsdiagnostik - eine Gendiagnose vor Einpflanzung des Embryos - zulässig.
      Die zum Teil bissig-humorvolle Dokumentation zeigt, dass das ernste und mitunter sehr fachspezifische Thema der medizinisch unterstützten Fortpflanzung bei aller Dramatik oft zu skurrilen und absurden Szenen führt. Darüber hinaus geht es um eine universelle Problematik, den Fortbestand des Lebens und einen bedingungslosen Glauben an den Fortschritt.

      Jérôme de Missolz ist Autor und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen. Floréal Klein, französischer Soziologe, hat als Koautor zu Jérôme de Missolz' vorliegendem Dokumentarfilm beigetragen.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.02.10
      00:10 - 01:25 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.05.2021