• 14.03.2018
      09:40 Uhr
      Kaufen für die Müllhalde Dokumentarfilm Frankreich 2010 | arte
       

      Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert: Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys - der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Der Dokumentarfilm geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.

      Mittwoch, 14.03.18
      09:40 - 10:55 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV

      Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert: Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys - der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Der Dokumentarfilm geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Cosima Dannoritzer

      Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, zum Zweck die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unumwunden: "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft".

      Gestützt auf mehr als drei Jahre andauernde Recherchen erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.

      Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt der Dokumentarfilm die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.

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