• 08.03.2018
      15:50 Uhr
      Feine Stoffe, ferne Länder Tibet | arte
       

      Dechen Yeshi ist 34 Jahre alt. Vor zehn Jahren beschloss sie, die traditionelle Herstellung von Yak-Wolle auf der tibetischen Hochebene in der Region Amdo im äußersten Westen Chinas wieder anzukurbeln. Ihre Weberei in 3.200 Metern Höhe beschäftigt über 110 Arbeiter, die meisten von ihnen sind ehemalige Nomaden. Ihre hochwertigen Artikel finden Abnehmer von Peking bis Paris.
       
       

      Donnerstag, 08.03.18
      15:50 - 16:45 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Dechen Yeshi ist 34 Jahre alt. Vor zehn Jahren beschloss sie, die traditionelle Herstellung von Yak-Wolle auf der tibetischen Hochebene in der Region Amdo im äußersten Westen Chinas wieder anzukurbeln. Ihre Weberei in 3.200 Metern Höhe beschäftigt über 110 Arbeiter, die meisten von ihnen sind ehemalige Nomaden. Ihre hochwertigen Artikel finden Abnehmer von Peking bis Paris.
       
       

       

      Dechen Yeshi ist 34 Jahre alt. Ihre Mutter ist Amerikanerin, ihr Vater Tibeter. Sie ist in Indien aufgewachsen und hat in den USA Ostasienwissenschaft und Film studiert. Vor zehn Jahren reiste Dechen mit ihrem Bruder durch das Hochland von Tibet. Hier lernte sie das entbehrungsreiche Leben der Nomaden kennen und die besonderen Eigenschaften der Yak-Wolle. Sie entschloss sich, nicht mehr fortzugehen und Arbeitsplätze zu schaffen. Sie hat das Leben der Tibeter verändert und einen Stoff wiederentdeckt, dessen Qualität von Peking bis Paris anerkannt wird. Das Yak trägt als Kälteschutz unter seinem groben Oberhaar ein weiches Unterhaar, das sich nur in Handarbeit gewinnen lässt und Kulu genannt wird. Kulu ist der feinste Teil der Yak-Wolle.

      In der Region Amdo, im äußersten Westen Chinas, eröffnete Dechen in über 3.200 Metern Höhe eine Werkstatt, in der sie gemeinsam mit tibetischen Nomaden das traditionelle Weben der Yak-Wolle wiederbelebte. Um gegen die Vertreibung und Verarmung der tibetischen Nomaden zu kämpfen, setzt Dechens Betrieb Norlha - zu Deutsch „Gott des Reichtums“ beziehungsweise „Gott der Yaks“ - auf Nachhaltigkeit. Mit über 110 Mitarbeitern bringt die Weberei den letzten Nomaden dieser Region Tibets eine Zukunft, Stolz und Wohlstand.

      „Feine Stoffe, ferne Länder“ ist eine fünfteilige Dokumentationsreihe, für die Isabelle Dupuy Chavanat und Jill Coulon ans andere Ende der Welt gereist sind, um verschiedene Textilwerkstätten vorzustellen: Weber, Spinner, Sticker und Färber erläutern ihr einzigartiges Kunsthandwerk, das es ihnen möglich macht, kostbare Stoffe herzustellen. Die Reise führt an fünf entlegene Orte Ostasiens und erzählt ebenso viele außerordentliche Lebensgeschichten. Die Porträts zeigen eine faszinierende Welt, in der edle Stoffe noch auf menschenwürdige und naturverbundene Art hergestellt werden.

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      Donnerstag, 08.03.18
      15:50 - 16:45 Uhr (55 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.06.2018