• 08.03.2018
      11:55 Uhr
      Kurioses aus der Tierwelt Wilde Angreifer - Kampffische und Kängurus | arte
       

      Heute geht es um zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen hartnäckige Kämpfernaturen. Kängurus können ihrem Gegner mit harten Tritten den Bauch aufschlitzen, und Siamesische Kampffische attackieren sich bis zum bitteren Ende. Was macht diese Tiere zu so aggressiven Kämpfern?

      Donnerstag, 08.03.18
      11:55 - 12:15 Uhr (20 Min.)
      20 Min.
      Stereo HD-TV

      Heute geht es um zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen hartnäckige Kämpfernaturen. Kängurus können ihrem Gegner mit harten Tritten den Bauch aufschlitzen, und Siamesische Kampffische attackieren sich bis zum bitteren Ende. Was macht diese Tiere zu so aggressiven Kämpfern?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sharmila Choudhury

      Heute geht es um zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen hartnäckige Kämpfernaturen. Männliche Kängurus werden im Schnitt 1,60 Meter groß und sind echte Muskelpakete. In der Paarungszeit werden sie aggressiv und gehen aufeinander los. Vor 120 Jahren wurde eines von ihnen in einen Boxring gesetzt, um gegen einen menschlichen Gegner anzutreten.

      1891 veröffentlichte das Magazin „Melbourne Punch“ eine Bildergeschichte über „Jack, das kämpfende Känguru“, das gegen einen Mann namens Professor Lendermann antrat. Die Show zog riesige Menschenmengen an, und Jack blieb nicht lange das einzige Känguru in einem Boxring. Überall auf der Welt wurden Kängurus Boxhandschuhe über die Vorderbeine gezogen, und dieser fragwürdige Sport entwickelte sich zu einer großen Mode, die bis weit ins 20. Jahrhundert anhielt. Heute wissen wir, dass wilde Kängurus boxen, wenn zwei Männchen um Dominanz und Paarungsrechte konkurrieren. Treffen zwei gleich starke Rivalen aufeinander, kann es zu heftigen Kämpfen kommen. Mit ihren großen Füßen teilen sie Tritte aus, die Knochen brechen und den Bauch ihres Gegners aufschlitzen können.

      Der Siamesische Kampffisch wiederum entstammt den tropischen Süßwasserbiotopen Südostasiens. Weil die Männchen so aggressiv sind, ist es verboten, sie zusammen in ein Aquarium zu setzen. In seiner Heimat Südostasien aber wurden die Männchen bei Schaukämpfen aufeinander losgelassen. Sie sind extrem kampfeslustig, und die Begegnungen enden nicht selten tödlich. Diese Wettkämpfe waren im 19. Jahrhundert so beliebt, dass selbst der König von Thailand - oder Siam, wie es damals hieß - sich eine eigene Fischzucht zulegte. Letztendlich geht es bei Kämpfen in freier Natur immer nur um eines: ein Weibchen anlocken und Nachwuchs produzieren. Kämpfe zwischen freilebenden Männchen dauern in der Regel nur wenige Minuten, bis einer der Fische aufgibt. Doch in Gefangenschaft kämpfen sie oft stundenlang weiter und können sich schwere Verletzungen zufügen.

      Die Natur ist voller faszinierender und wundersamer Geschöpfe - die Schmetterlinge etwa mit ihrem einzigartigen Lebenszyklus oder das eigenartige Leben der Kaiserpinguine. Manche Tiere waren jahrhundertelang von Mythen umrankt - andere haben uns ihre Geheimnisse erst in jüngster Zeit offenbart. Diese Tiere, ihre kuriosen Geschichten und erstaunlichen Eigenschaften, stellt David Attenborough der neuen Staffel der beliebten Reihe „Kurioses aus der Tierwelt“ vor.

      Dokumentationsreihe Großbritannien 2016

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